Full text: Die Lehre von den Tonempfindungen als physiologische Grundlage für die Theorie der Musik

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Vorwort zur sechsten Ausgabe. IX 
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Außerdem aber vermögen alle diese Fortschritte höchstens 
manche Einzelheiten der Darstellung zu modifizieren, doch ändern 
sie in keiner Weise die großen grundlegenden Theorien über die 
Reizung der Nerven und die Übertragung des Schalles und den 
ganzen herrlichen Aufbau einer physikalischen Theorie des Klanges. 
Berlin, im Dezember 1805. 
R. Wachsmuth. 
VORWORT ZUR SECHSTEN AUSGABE. 
Volle fünfzig Jahre sind verflossen, seit die „Lehre von den Ton- 
empfindungen“* zum ersten Male erschien, und immer noch ist die 
Nachfrage nach dem Werke groß. So wurde eine sechste Auflage 
nötig. Sie ist, wie die vorhergehende, ein nahezu unveränderter Ab- 
druck der vierten, welche Hermann v. Helmholtz noch selbst 
durchsehen und ergänzen konnte. Für die fünfte Auflage war es 
sein Wunsch, daß sie ohne Zusätze herauszugeben sei. Sollte man 
diesmal, nach so langer Zeit, die Erweiterung unserer Kenntnisse 
nachtragen? Nach sorgsamer Erwägung wurde der Plan aufgegeben. 
Die Schönheit des Werkes und die Einheitlichkeit der Darstellung 
hätten darunter gelitten. 
An Lehrbüchern auf den Einzelgebieten ist kein Mangel. Für 
die physikalische Akustik sei nur etwa auf die Werke von F. Auer- 
bach!), von L. Pfaundler?), von Chwolson®) hingewiesen. Die 
physiologischen Teile Endet man in Nagels Handbuch der Physio- 
logie des Menschen‘) von K. L. Schäfer trefflich dargestellt. 
Über die Psychologie des Tongebietes orientiert man sich wohl 
am besten in Carl Stumpfs Tonpsychologie®). Doch wird gerade 
von Psychologen gegenwärtig ganz außerordentlich viel akustisch 
gearbeitet. — Die musikgeschichtlichen und musikästhetischen Teile 
haben noch keine neue Bearbeitung gefunden. Das größere Werk 
eines Fachmannes in musikhistorischen und ethnologischen Fragen ist 
erst in Vorbereitung. 
  
!) Winkelmanns Handb. d. Physik, 2. Aufl., Bd. 2, Leipzig 1909. — ?) Müller- 
Pouillets Lehrbuch der Physik, 10. Aufl., Braunschweig 1906. — ?) Deutsche Über- 
setzung H. Pflaum, Bd: 2, Braunschweig 1904. — *) Braunschweig 1908.—°) 2 Bde., 
Leipzig 1883 und 1890. 
 
	        
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