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Kap, VI. Der Pascalsche Satz. § 31, 32.
meinen Satze 35 die räumlichen Axiome I 3—7 auch durch die
ebene Forderung ersetzt werden, dass der Desarguessche Satz
(Satz 32) gelten soll.
§32.
Das commutative Gesetz der Multiplikation im Archimedischen
Zahlensystem.
Die Beweise der Sätze 36 und 37 beruhen wesentlich auf
gewissen gegenseitigen Beziehungen, welche für die ßechnungs-
regeln und Grundthatsachen der Arithmetik bestehen und deren
Kenntnis auch an sich von Interesse erscheint. Wir stellen die
folgenden zwei Sätze auf:
Satz 38. Für ein Archimedisches Zahlensystem ist das commu
tative Gesetz der Multiplikation eine notwendige Folge der übrigen
Rechnungsgesetze ; d. h., tvenn ein Zahlensystem die in § 13 aufge
zählten Eigenschaften 1—11, 13—17 besitzt, so folgt notwendig, dass
dasselbe auch der Formel 12 genügt.
Beweis. Zunächst bemerken wir: wenn a eine beliebige Zahl
des Zahlensystems und
n = 1 -f- 1 -f* • • • -j-1
eine ganze rationale positive Zahl ist, so gilt für a und n stets
das commutative Gesetz der Multiplikation; es ist nämlich
an = a (1 +1H (-1) = a • 1 + a • 1H (-«•!= a + a -f- • • • + a
und ebenso
na = (1 +1 -f- • • • -f- 1) a = 1 • et -f-1 - c® • • • —1 • öt = a + a -}- • • • -f- a
Es seien nun im Gegensatz zu unserer Behauptung a, b solche
zwei Zahlen des Zahlensystems, für welche das commutative Ge
setz der Multiplikation nicht gültig ist. Wir dürfen dann, wie
leicht ersichtlich, die Annahmen
a>0, b> 0 ab — ba> 0
machen. Wegen der Forderung 6 in § 13 giebt es eine Zahl c(>0),
so dass
(a + b +1) c = ab — ba
ist. Endlich wählen wir eine Zahl d, die zugleich den Un
gleichungen
d> 0, dd, dcc
genügt, und bezeichnen mit m und n zwei solche ganze rationale