Classenanzahl der Formen.
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§. 95.
gleich
co A
wo A den Flächeninhalt der Ellipse (3) bezeichnet*). Um diesen
zu bestimmen, transformire man die Gleichung der Ellipse durch
Einführung solcher rechtwinkliger Coordinaten, welche mit den
Hauptaxen der Ellipse zusammenfallen, wodurch sie die Form
a'|' 2 + c'i?' 2 = 1
annehmen wird. Bekanntlich bleibt bei einer solchen orthogonalen
Transformation die Determinante & 2 — ac ungeändert, so dass
cd d — ac — 6 2 = A
ist; andererseits sind V cd und V c' die reciproken Werthe der beiden
Halbaxen, und folglich ist
TT. TT.
wo natürlich die Quadratwurzel positiv zu nehmen ist. Es ergiebt
sich also das merkwürdige Resultat, dass dieser Flächeninhalt A,
und folglich auch der obige Grenzwerth
co n cp (2 A)
4 A\A
der auf die eine Form (a, 6, c) bezüglichen Summe von den ein
zelnen Coefficienten a, 6, c und folglich von der individuellen
Natur dieser Form gänzlich unabhängig ist**). Denselben Grenz
werth wird daher jede andere, einer anderen Form («', h\ c') des
Systems S entsprechende Summe haben; bezeichnen wir daher
mit h die Anzahl dieser einzelnen Summen auf der linken Seite
unserer Gleichung, d. h. also die Anzahl der Classen ursprünglicher
*) Daraus, dass der Quotient T : t sich einem bestimmten Grenzwerth
nähert, geht zufolge des in den Supplementen (II. §. 118) aufgestellten
Satzes nachträglich hervor, dass die bisher betrachteten unendlichen Reihen
für jeden positiven Werth von c>, also für alle Werthe s > 1 convergiren.
**) Durch eine tiefere Untersuchung des Verhaltens der obigen Reihen
für unendlich kleine Werthe von q ist KronecJcer zu einem Satze gelangt,
der eine der wichtigsten Grundlagen für die complexe Multiplication der
elliptischen Functionen bildet (Monatsber. d. Berl. Ak. vom 22. Jan. 1863,
u. Sitzungsber. aus den Jahren 1883, 1886, 1889).
Diriehlet, Zahlentheorie. 16