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Diess sind aber nach 12) die Gleichungen einer gemeinen
Epicycloide, deren Grundkreis denselben Radius R hat, wie
der der gegebenen Pericycloide, deren wälzender aber die
Differenz der Radien des rollenden und wälzenden Kreises
derselben Pericycloide (r t = r — R = Mm l = m 2 B x
[Fig. 26]) zum Halbmesser hat. Wir haben daher den Satz:
III. Jede gemeine Pericycloide lässt sich erzeugt
denken durch einen Kreis, der die Differenz
des gegebenen rollenden und ruhenden Krei
ses zum Halbmesser hat und der, auf dem ru
henden rollend, eineEpicycloide beschreibt*).
Es ist also m 2 B — m 0 B 0 = m t M — m Y B^— MB 0 ; man
erhält den Radius m 2 B am leichtesten, wenn man auf der
durch den Berührungspunkt B gehenden Centrallinie von M
aus die Länge Mm 2 = r = ?n t B 0 abträgt, denn es wird
dann m 2 B = Mm 2 — MB = r — R = r t .
Mittelst dieses und eines der vorhergehenden Sätze ist
es nun leicht, einen anderen aufzustellen. Setzen wir näm
lich in der Gleichung der gemeinen Pericycloide r — 2R,
lassen wir also den Mittelpunkt m l des wälzenden Kreises
sich auf dem Umfange des ruhenden fortbewegen, so ent
steht eine Curve, die man sich nach dem letzten Satze auch
durch Uinrollen eines Kreises mit dem Radius r — Ä, d. h. also
hier, wo r = 2R ist, mit dem Radius R auf dem gegebenen
Grundkreise entstanden denken kann. Da nun aber auch
letzterer den Halbmesser R hat, so erhellt, dass die so er
haltene Linie die Cardioide sein muss. Wir sehen also :
IV. Eine gemeine Pericycloide, deren rollender
Kreis den Durchmesser des ruhenden zum
Halbmesser hat, oder bei welcher das Centrum
des ersteren sich auf der Peripherie des letz
teren fortbewegt, ist eine Cardioide.
Wird endlich in den Gleichungen 12) der gemeinen Epi-
*) Zu Satz I. und III. vergl. Magnus: „Sammlung u. s. w.”