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214.
Der Unterschied der Flächen um- und einge
schriebener regelmäßiger Vielecke kann durch Ver
vielfältigung der Seiten der Vielecke so klein ge
macht werden, als man will. Denn es fei (Fig.7.) AB
eine Seite des eingeschriebenen Vielecks, DE die parallele
Seite des umschriebenen Vielecks von eben so vielen Seiten,
DE 4- AB ^
so ist der Unterschied der Flächenr= . F G, woraus
folgt, daß der Unterschied der Flächen der ganzen Vielecke,
dem halben Product der Summe ihrer Umfänge in den Ab
stand ihrer Seiten gleich ist. Nun ist in dem Dreieck AGG,
AG < AG 4- GC oder AC — GC < AG, also, weil
AG — GG = FG ist, FG < AG. Aber AG kann durch
Vervielfältigung der Seiten so klein werden als man will,
also auch FG, mithin auch der Unterschied der Flächen der
Vielecke.
Daraus folgt, daß um so mehr der Unterschied zwischen
der Fläche des Kreises und dem um- oder eingeschriebenen
Vieleck durch Vervielfältigung der Seiten, so viel als man
will verkleinert werden kann, weil jedes umschriebene Vieleck
größer, jedes eingeschriebene Vieleck kleiner ist als der Kreis.
Also ist die Kreisfläche die Grenze, welcher sich die Flächen
der in- und umschriebenen Vielecke ohne Ende nähern.
213. '
Der Umfang jedes eingeschriebenen regelmäßb
gen Vielecks ist kleiner, und der Umfang jedes um
schriebenen regelmäßigen Vielecks größer als dev
Kreis-Umfang. Denn die Fläche der in« und umschriebe
nen Vielecke nähert sich, wenn die Zahl der Setten zunimmt,
der Fläche des Kreises ohne Ende, und kann derselben, ohne
im Zu oder Abnehmen zu wechseln, so nahe kommen, als
man will. Nun verändert sich auch der Umfang der Vielecke
regelmäßig mit dem Inhalt zugleich, und nimmt nie ab, wenn
der Inhalt zunimmt, und umgekehrt. Also sind Inhalt und
Umfang zusammengehörige Größen (§.206.). Die Grenze