Löwe.
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Logarithmen.
fangt 30 Grad vom Sommerwendepunkt,
am Ende des Krebses an und endet am
Anfang der Jungfrau, 60 Grad vom Som
merwendepunkt.
Logarithmen sind die Stellenzahlen
einer geometrischen Reihe, die nach den
Potenzen einerbeliebigenZahl,derGru nd-
zahl fortschreitet. Ist z. B. die Reihe:
A, A\ A 3 , A 4 .... A n
so ist A die Grundzahl, Basis und
die Zahlen 1, 2, 3 ... n sind Logarithmen.
Nämlich 1 ist der Logarithmus von A\
2 der Log. von A 2 , n der Log. von A".
Die Logarithmen sind also zugleich die
Exponenten einer Zahl, diese als Potenz
einer gegebenen Zahl”A betrachtet.
Wie die Glieder der Reihe eine geo
metrische , so bilden deren Logarithmen
eine arithmetische Reihe.
Man kann die Reihe rückwärts fort
setzen; dann erhält man
A~ n , a~.... A- 2 , A \ A°, A', A 2 , ....A"
Deren Logarithmen sind der Reihe nach und unabhängig von der Gröfse der
-1, —2, -1, 0, 1, 2, 3 ......
Um aus einem Gliede ein nächst vor
hergehendes zu finden hat man es durch
die Grundzahl zu dividiren. ~ r - = A 3 ;
A
, A’ •
eben so -j-, = A° = 1.
A
Bei jeder beliebigen Grundzahl also ist
der Log. der Basis = 1, der Log. von 1
= 0. 1st die Basis > 1, so haben alle
Zahlen gröfser als 1 positive, alle Zahlen
kleiner als 1 negative Logarithmen. Ist
die Basis <1, so haben alle Zahlen < 1
positive, alle Zahlen > 1 negative Lo
garithmen Der Log. von 0 ist = ± «>,
d. h. Null hat keinen Log. Die Zusam
menstellung der Logarithmen mit ihren
Zahlen in Beziehung auf eine bestimmte
Basis heifst ein Logarithmen system
und man erhält so viele Systeme als Ba
sen man annimmt.
Der Art. Brigg sehe Logarithmen
hat schon den Nutzen und die Anwen
dung der Logarithmen dargethan, und
es kann demnach zum Bedürfnifs des
practischen Rechnens kein anderes Sy
stem geben, als das unserem dekadischen
System zugehörige dekadische Logarith
mensystem, das System dessen Basis
= 10 ist.
Der Art. „Basis eines Logarith
mensystems“ zeigt noch die Begrün
dung eines zweiten Systems, welches aus
wissenschaftlichen Gründen, nämlich weil
der Modul = 1, das einfachste System ist
und daher auch das natürliche Lo
garithme nsystem genannt wird.
2. In dem Art. Basis eines Logarith
mensystems sind nun folgende Formeln
entwickelt.
Der Logarithmus einer Zahl a, wenn
die Basis des Systems b ist,
loa («- * )-*(«- l) 2 + a (« - l) 3
9 (Ä~l)-i(*-l) 2 +i(6-l) 3 -....
(1)
Der Modul des Systems also
Al — - fol
(ä —l)—4(6—i)+K*—1)3—... ;
3. Beide Formeln sind zu numerischen
Berechnungen nicht anzuwenden. Durch
Umformungen aber gelangt man zu brauch
bareren Formeln. „
Setzt man zuerst a — 1 = x, so ist
ö = 1 + a\ Man erhält, diesen Werth in
Gleichung 1 eingeführt, und für 1 divi-
dirt durch den Nenner = M gesetzt:
log (1 + x) = M [x — \x 2 + hx 3 — ¿a; 4 + ....] (1)
Nimmt man den negativen Werth von x, so hat man
log (1 — x) = — M [x-\- }x 2 + ' s x 3 A i# 4 -f....] (2)
Die zweite Gleichung von der ersten abgezogen gibt
log (1 + x) - log (1 -a0 = /o fl iii^ = 2fl/0r-|-4 < r 3 -f $x 5 ++x 7 ....) (3)
Diese Gleichung ist schon deshalb geeigneter zu Berechnungen, weil in der