Full text: Ueber Elektricität

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Drath, den er zu einem Haken umbog und hing den Frosch 
an ein eisernes Geländer seines Gartens. Indem er den 
Haken am Gitter befestigte, berührte der Schenkel des Frosches 
eine Stange desselben, im Augenblick zuckte der Frosch. 
Weitere Versuche zeigten, daß dies auch im Zimmer gelang, 
nur mußte die Bedingung erfüllt sein, daß zwei Metalle, von 
denen das eine den Nerv, das andere den Muskel berührte, 
selbst unter einander in Berührung gebracht wurden. Dies 
bestätigt meine Ansicht, rief Galvani, der Froschschenkel ist 
eine Kleist'sche Flasche, der Nervenstrang ist die innere Be 
legung, das Fleisch die äußere, bringe ich beide in Verbin 
dung, so wird die Flasche entladen. 
Dem wiedersprach aber, daß die Zuckungen sehr schwach 
waren, ja bei gehöriger Vorsicht wegfielen, wenn die Schlie 
ßung nur durch ein Metall hergestellt wurde, hingegen leb 
haft bei zwei Metallen und mit sehr verschiedener Energie 
nach der Wahl dieser Metalle. Dies führte nun Volta 
erst auf die Erklärung des Räthsels. Galvani sucht die 
Ursache der Erscheinung, sagte er, an einer falschen Stelle, 
nicht im thierischen Körper liegt sie, sondern außerhalb, hier 
ist keine neue Naturkraft: thierische Elektricität, sondern unsre 
alte, die gewöhnliche Elektricität, das Neue ist die Erregungs 
weise durch Berührung der Metalle. Da erhoben sich alle 
Mediziner wie ein Mann gegen Volta, sie wollten sich die 
endlich gefundene Lebenskraft nicht wieder entreißen lassen. 
Aber Volta war nicht der Mann sich abschrecken zu lassen; 
was ist, rief er, vom elektrischen Gesichtspunkt aus, euer Frosch 
anders als ein nasser Körper, ich brauche ihn nicht, ein nasser 
Lappen kann seine Stelle vertreten, und nun legte er eine
	        
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