— Aufgabe 8.
Der Vergleich zwischen Analoggeräten und Stereokomparatoren war im Programm zunächst
nicht vorgesehen. Fassen wir die mittleren Fehler mz in „w im Bild“ der Messungen in Analog-
geräten zusammen, so verhalten sich diese Fehler — bei vw” = 2,» — zu denjenigen der Messungen
in Stereokomparatoren wie 1 : V;; — 1,00 : 0,65; entsprechend wird das Verhültnis der Hóhenfehler
1 :Vz = 1,00:0,5. Die Fehler m; der Komparatormessungen sind also etwa ein Drittel kleiner
als die Fehler der Messungen in Analoggerüten; dagegen sind die Unterschiede bei den Hóhen-
fehlern m; gering.
Manchmal haben wir die mittleren Fehler getrennt für die Punktgruppen (Innen-, Auflen- und
Randpunkte) berechnet, um den Genauigkeitsabfall zum Rand zu bestimmen. Wir fafiten nachtrüg-
lich die Fehler für die AuBen- und Randpunkte zusammen, da sie etwa gleich groß waren und be-
rechneten die Verhältnisse v%x bzw. v; dieser mittleren Fehler zu den mittleren Fehlern der Innen-
punkte. Wir fanden:
— Der Genauigkeitsabfall zum Rand ist bei den Lagekoordinaten etwa vz = 1,35 und bei den
Höhen v, = 1,25.
— Der Genauigkeitsabfall zum Rand ist praktisch unabhängig vom Bildmaßstab, von den Auf-
nahmekammern und vor allem von den drei verschiedenen Typen von Auswertegeräten (C8, A7
und Stereokomparatoren) (vgl. [6]).
Für den Versuch Reichenbach wurde — im Gegensatz zu Oberriet — ein hügeliges, teilweise bergiges
Gelünde gewühlt, weil vermutet wurde, die Hóhenlage der Punkte beeinflusse die Genauigkeit. Wir
verglichen zum Schluß die mittleren Fehler der beiden Versuche und bezogen noch einige Ergebnisse
aus weiteren internationalen Versuchen in den Vergleich mit ein, und zwar: Revóira, Renfrew und
Bezons und den Versuch Reichenbach der SIP. Es war jedoch äußerst mühsam, die Ergebnisse auf
eine einigermaßen vergleichbare Grundlage zu bringen. Dies ist uns wahrscheinlich nicht in allen
Fällen gelungen. Wir fanden, daß die mittleren Fehler der beiden Versuche Oberriet und Reichenbach
etwa gleich groß sind. Nehmen wir dagegen alle übrigen Versuche hinzu, dann sind die absoluten
Fehler m; aus unserem Versuch Reichenbach und damit auch die Fehler aus dem Versuch Oberriet
ein Drittel, die Hóhenfehler m; jedoch nur etwa 109/» kleiner als der Gesamtdurchschnitt.
Literaturverzeichnis
Siehe franzósischen Text, Seite 12.
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