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’ | II 370 Dritte Abtheilung. Dreizehnter Abschnitt. |
N\ IN 1 Recitation von epischen Hexametern und jambischen Trimetern et
nl herangebildet hat, wird es uns nicht überraschen dürfen, wenn | D
| | | auch in den Melodien für Oden die erwähnten Eigenthümlich- | a
N N keiten des Sprechgesanges so herrschend blieben, dass Aristote- D
Ih! les sie als Regel betrachten konnte *). _
IE Aus den angeführten Thatsachen geht hervor, worauf es für | v
| Il unseren Zweck besonders ankommt, dass den Griechen, bei denen r Fü
| |) || sich unsere diatonische Leiter zuerst ausgebildet hat, das Gefühl A
I ii für Tonalität in ästhetischer Beziehung nicht fehlte, dass es aber Rn
1 Hi doch nicht so entschieden ausgebildet war, wie in der neueren =
I Musik, und namentlich, wie es scheint, sich in den technischen Re- | j
If N geln der Melodiebildung durchaus nicht deutlich geltend machte. di
I N Daher ist eben Aristoteles, der die Musik als Aesthetiker be-
hl) | | handelt, der einzige Schriftsteller, so weit bisher bekannt ist, der 0
il I davon spricht; die eigentlich musikalischen Schriftsteller erwäh-
ji | nen es gar nicht. Leider sind auch die Andeutungen des Aristo- .
ul, teles so sparsam, dass Zweifel genug übrig bleiben. Namentlich T.
|| il erwähnt er nichts über die Verschiedenheiten der verschiedenen | M
1 | Tongeschlechter in Bezug auf den Hauptton, so dass gerade der |
| N) wichtigste Gesichtspunkt, aus dem wir den Bau der griechischen | fu
I! Tonleitern zu betrachten hätten, fast ganz im Dunkel bleibt. i
I Bestimmter findet sich die Beziehung auf eine Tonica aus- > =
N gesprochen in den Tonleitern der altchristlichen Kirchenmusik. .
Il Man unterschied ursprünglich die vier sogenannten authentischen &
Bl Tonleitern, wie sie vom Bischof Ambrosius von Mailand (7 398) | }
Mu) I festgesetzt waren. Keine von diesen stimmt mit einer unserer
ll I Tonleitern überein; die später von Gregorius hinzugefügten 4 T.
EN plagalischen Tonreihen sind keine Tonleitern in unserem Sinne n
ul) N des Wortes. Die vier authentischen Tonleitern des Ambrosius a
'! [il sind: &
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|| I Doch war die Veränderung des Hin B vielleicht von Anfang un
I | an erlaubt; dadurch wurde dann die erste Tonleiter unserer ab- > ka
! ll N *) Unter den angeblich antiken Melodien, welche uns überliefert sind,
i zeigt das vonB. Marcello veröffentlichte Bruchstück aus der homerischen ua
Ode an die Demeter die besprochene Eigenthümlichkeit sehr deutlich.
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