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zellanfarbe (Glanzsilber) u. s. w. Sehr grosse Mengen werden auch in
2orm kleiner Stifte bei der Anfertigung künstl’cher Zähne verbraucht. Für
nele Zwecke hedient man sich nicht des reinen Platins sondern e’ner Platin-
'ridiumlegierung, weil diese eine grössere Härte hat. — Vgl. auch den Artikel
‚Platinersatz“
Nach D.R. P. 239 704 hat Osmium in weit höherem Grade als Iridium
Jie Eigenschaft, dem Pt grössere Härte zu verleihen. 1 T. Os ist etwa 2,5 T. Jr
n bezug auf Härte und Elastizität der Legierung äquivalent. Man verwendet
las Os in Mengen von 1—20 %.
Platina. Während man früher darunter Platin (s. d.) verstand, be-
‚eichnet man jetzt damit eine Zink-Kupfer-Legierung, die 54% Zn und 46%
u enthält.
Platinasbest (platinierter Asbest). Zur Darstellung durchfeuchtet man
ose gefilzten Ashest mit einer konz. PtCl,-Lösung, lässt trochnen, taucht für
nen Augenhlick in NH,Cl-Lösung., lässt wieder trocknen und glüht.
Der erhaltene Platinasbest enthält 8—8,5% Pt; er ist weich und wolle-
ihnlich. Man benutzt ‘hn zur Darstellung von Schwefelsäureanhy-
Irid (s. d.). Doch wird auch platinierter Asbest mit bis zu 25 % Pt-Gehalt
largestellt.
Nach dem D. R. P. 134 928 erhält man platinierten Asbest, der bei nur
? % Pt-Gehalt eine grosse Wirksamkeit hat. dadurch, dass man ein Platin-
alz in Methylalkohol, Äthylalkohol. Azeton oder Essigäther löst, mit dieser
„‚Ösung die zu platin’erenden Körper (Asbest, Bimsstein u. s. w.) tränkt
ınd dann anzündet, Hierhei wird das Platinsalz reduziert, und das Pt bleibt
n feinster Verteilung festhaftend auf dem Körper zurück.
Platinbad siehe „‚Verplatinieren“.
Platinersatz. Für viele chemische Zwecke werden Gefässe aus Platin
lurch Solche aus Quarz (Quarzglas) ersetzt. Ausserordentlich grosse
Mengen von Platin wurden in der letzten Zeit vor dem Kriege von Juwelieren
ür Edelsteinfassungen verwendet. Man benutzt hierzu besonders raffiniertes,
einweisses Platin, noch mehr aber Legierungen aus Platin mit Iridium und
]atin mit Osmium,
Für die Schmuckindustrie benutzt man als Ersatz des jetzt nicht zur
'erfügung stehenden Platins verschiedene weisse Legierungen. Darunter ist
or allen das Dorico-Weissgold zu nennen, eine ganz weisse Legierung
us 9 T. Gold und 1 T. eines Platinmetalles.
Da Russland immer noch kein Platin liefert, sind die Preise dieses Edel-
ıetalls auf eine phantastische Höhe gestiegen, und die verfügbaren Mengen
verden immer kleiner. Deshalb mehren sich die Versuche, Ersatzstoffe des
latins für diese oder jene Anwendungszwecke zu_erzeugen, stetig.
Für Glühlampenfassungen benutzt man Platinit, eine Nickel Eisen-
>gierung. Durch grosse Säurebeständigkeit zeichnen sich aus das Illium
3, Nickellegierungen), das Rhotanium und die säurebeständigen Eisen-
jussmaterialien wie das Esilit.
Als Palau wird eine Legierung aus Gold mit Palladium bezeichnet,
vährend anderseits Gold Silberlegierungen, ferner Wolfram-Gold-Nickel.
egierungen sowie eine Legierung aus 90% Au mit 10%, Cu (letztere für Elek-
roden) das Platin zu ersetzen bestimmt sind.
Auch in der Thermometrie bemüht man sich, das Platin bei den Thermo-
lementen zu ersetzen. So lassen sich für Temperaturen bis 500% Elemente
ıus Kupfer mit Konstantan gut benutzen, bis 900° solche aus Eisen mit Kon-
tantan und bis 1100° solche aus Nickel mit Nickelchrom.
Platinersatz-Elektroden:
©. Kurt Retsch, Laborbedarf, Düsseldorf 108,
Platinerz. Es besteht aus metallischem Platin mit einigen Prozent Fe