Full text: Thermodynamik der Atmosphäre

100 Definitionen und Hilfssätze aus der Wärmetheorie. 
seits kann man aber die Messung auch in einem starren Be- 
hälter ausführen, so daß man ein konstantes Volumen behält; 
dann wächst aber der Druck bei der Temperaturerhöhung. 
Beide Methoden sind vollkommen gleichberechtigt; die erstere 
liefert die „spezifische Wärme bei konstantem Druck“ Cpr 
die zweite die „spezifische Wärme bei konstantem Volumen“ c,. 
Die numerischen Werte sind folgende: 
Co BZ % 
Cv 
En. a 0,2388 0,1700 1,404 
Sauerstoff . 0,2135 ° WW” 0,1568 1,398 
Stickstoff. . 0,2446 | 0,1788 1,407 
Wasserstoff 3,4240 2,4269 1,408 
Das mechanische Wärmeiäquivalent. Durch Robert 
Mayer und Joule ist nachgewiesen worden, daß die Wärme 
ein mechanisches Äquivalent besitzt, daß also einer gewissen 
Wärmemenge stets eine ganz bestimmte mechanische Arbeit 
entspricht, .in welche sie umgewandelt werden kann. Habe 
ich eine Wärmemenge Q (als Anzahl von Kalorien), so kann 
ich sie in Arbeit umwandeln, und diese Arbeit ist SQ. Den | 
konstanten Umwandlungsfaktor / nennt man das mechanische h 
Wärmeäquivalent. Er stellt diejenige Arbeit dar, welche der a 
Wärmeeinheit (kg-Kalorie) entspricht, und ist eine absolute © 
Konstante. Numerisch ist er gleich 427 Kilogrammetern. S 
Wir können hiernach sofort eine bekannte Gleichung aus 
der mechanischen Wärmetheorie ableiten: denken wir uns die i 
Masseneinheit eines Gases in einen Zylinder mit beweglichem . 
Stempel eingeschlossen, und erwärmen sie um dt, so daß das 
Volumen um dv wächst. Dabei ist der (konstante) äußere er 
Druck » zu überwinden, es wird also eine Arbeit geleistet, 
welche gleich. p-.dwv ist. Durch Differentiation der Gas- , 
gleichung: vp = RT bei konstantem p erhält man nun sofort a 
pdv= Rdt (da dT = dt), d.h. die in Rede stehende Arbeit 
ist gleich Zdt. Wenn also die Temperatur nur um 1° erhöht in 
wird (dt = 1), so wird die Arbeit gerade gleich der Gaskon- N 
stante ZX. Wandelt man sie in Wärme um, so ist T die- N 
Cr
	        
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