lösung; wenn man die Flüssigkeit zum Kochen erhitzt, so
fällt auch dieser Antheil nieder. Mit der Alaunerde giebt
das Krapproth einen rothen Niederschlag; darauf beruht die
Verfertigung des Krapplacks. Zu phosphorsaurem Kalk
hat dieser Farbcstoff gleichfalls eine große Verwandtschaft,
daher färben sich die Knochen roth, wenn man Thiere mit
Farberröthe füttert. Baryt und Strontian werden aus ih
ren salzsauren Auflösungen ebenfalls gefällt. Auch mit eini
gen Metalloxyden bildet dieser Färbestoff unauflösliche Ver
bindungen; Zinn-, Bley-, Silber- und ^uecksilderoxydul wer
den sogleich mit rother Farbe niedergeschlagen. Das schwe
felsaure Eisenoxydul und der Brechweinstein (Antimon) wer,
che« aber nur langsam mit bräunlicher Farbe pracipit-rt. Eud-
lich zeichnet sich das Krapproth auch durch eine besondere
Verwandtschaft zu stickstoffhaltigen thierischen Körpern, z. B.
zu Eiwclßstvff und Faserstoff aus, womit es sich fest verbin
det. Von den chemischen Eigenschaften dieses Färbestoffes
wird in der Färberei und Carrundruckerei nützliche Anwen
dung gemacht, um sehr lebhafte und haltbare rothe Farben
(Türkischroth) hervorzubringen.
In die Reihe des edlen Färbestoffes verdienten übrigens
noch mehrere andere ausgezeichnete und sehr beständige Far
bestoffe, z. B. das Alkanin, Pseudoalkanin, Dra
chen blut, Gummiguttgelb, Chlorophyll u. s. w.
gestellt zu werden, allem da sie ganz harzartig sind, so wol
len wir sie bei den harzartigen Färbestvffen (§. i?L.) näher
betrachten.
§. Hi.
Coccuiroth, §arminium, Sarminstoff.
1. Vorkommen und Darstellung. Der rothe Farbestoff der
Cochenille (Co«cvu Cacti c<jccia«lJiferi L.) wird nach