Object: Abhandlungen über die Theorie der Transformationsgruppen (6. Band, [Hauptbd.])

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erkaltete Schicht sonst leicht am Negativ hängen bleibt. Das 
Kopiren beansprucht im Schatten selten mehr als 1/, Stunde, 
sehr oft weniger. Man kopirt kurz, wenn man ein kräftiges 
Negativ erzielen will, und lang, wenn man ein weicheres Bild 
bezweckt; denn langes Kopiren vermindert die Klebrigkeit der 
Schicht und demzufolge die Neigung derselben, das Finschwärz- 
pulver festzuhalten. 
Zur Entwickelung des Bildes legt man die noch warme 
oder aufs neue erwärmte Platte mit der Schichtseite nach oben 
auf ein weisses Papier. Zum Einstauben darf nur die vorzüg- 
lichste und feinste Sorte sibirischen Graphits verwendet werden. 
Es ist für alle Fälle gut, denselben vor dem Gebrauch in Alko- 
hol abzureiben und nach dem Trocknen abermals zu pulveri- 
siren. Man beginnt nun vermittelst eines weichen, möglichst 
breiten Dachshaarpinsels vom Rand der Platte aus den Graphit 
über dieselbe auszubreiten. Natürlich muss diese Operation bei 
gelbem Lichte vor sich gehen, um eine allgemeine Härtung der 
Schicht durch den Einfluss des "Tageslichts während des Kin- 
staubens zu verhüten. Ist die Entwicklung des Bildes vollendet, 
so wird dasselbe fixirt. Dies kann auf zwelerlei Art geschehen. 
Entweder durch Uebergiessen der Platte mit einer Mischung von 
90 Alkohol und 
10 Salzsáure; 
nachfolgendes Auswaschen in frischem Wasser, Trocknen und 
Lackiren gleich einem gewöhnlichen Negativ, oder durch Ueber- 
giessen des eingestaubten Bildes mit sehr dünnem Rohcollodium 
und Auswässern der Schicht, bis dieselbe weiss erscheint. Nach 
dem Trocknen wird die Platte ebenfalls lackirt und zwar je nach 
Bedürfniss glänzend oder matt. 
Kine zu kurze Exposition erkennt man daran, dass sich die 
Platte zu rasch und zu allgemein einschwärzt. Es ist in diesem 
Falle gut, dieselbe bei starker Erwärmung zu entwickeln. Zu 
lang exponirte werden umgekehrt sehr langsam zum Vorschein 
kommen; dürfen also unter Umständen kalt entwickelt werden. 
Es leuchtet ein, dass bei diesem Verfahren dem Operateur 
der grósste Spielraum gelassen ist zu beliebiger Gestaltung des 
Dildes, dass aber ebenso die penibelste Reinlichkeit, Akkuratesse, 
grosse Gewandtheit und Erfahrung erforderlich ist, um in dem- 
selben mit einiger Sicherheit brauchbare Resultate zu erzielen. 
Allgeyer, Lichtdruck-Verfahren,
	        
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