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Jalapinol (216) (Jalapinolsáure von MEYER und SPIRGATIS?), C, 56H23 ,03(+ $H,0) (220).
Zur Darstellung versetzt man eine concentrirte wässrige Lôsung von Jalapinsäure mit dem halben
Volumen rauchender Salzsäure. Binnen 6—8 Tagen entsteht ein Brei langer, verfilzter Nadeln
von Jalapinol, welches durch Waschen mit Wasser und Krystallisiren aus Weingeist gereinigt
wird (216).
Weisse Nadeln, bei 62:5? schmelzend, leicht lóslich in Alkohol und Aether, sehr wenig
selbst in kochendem Wasser, schwach sauer reagirend (216, 218), zeigt die Eigenschaften eines
Aldehyds, reducirt ammoniakalische Silberlósung und bildet mit saurem schwefligsaurem Kalium
eine krystallinische Verbindung (220).
Jalapinolsüure. MAYER, der dem Jalapinol die Zusammensetzung C, ;H; O43 —C {0112003
+ 4H,0) beilegt, bezeichnet als »Jalapinolsáure« eine Süàure C, ,H,,0,, welche schon beim
Lósen des Jalapinols in Alkalien, sowie beim Schmelzen von Jalapin mit Alkalien entsteht (216).
(Vielleicht unveründertes Jalapinolt)
Nach SAMELSON (220) entsteht eine Jalapinolsáure, C,,H,,0,, bei gemássigter Oxydation
des Jalapinols (C, ,H,,O,) durch übermangansaures Kalium, sowie (neben einem Harz und an-
scheinend einem Alkohol) wenn Jalapinol mit alkoholischer Kalilauge erhitzt wird. Sie gieb
bei weiterer Oxydation Isobuttersäure und Oxyisobuttersäure.
Indican, C,,H4,NO,, (?) (»Pflanzenindican«). Der Bestandtheil der ver-
schiedenen, Indigo liefernden Pflanzen, aus welchem durch Zersetzung der Indigo
entsteht. 1855 von ScHUNCK (346) im Waid (Zsazis tinctoria L.) entdeckt, spáter
auch aus /ndigofera tinctoria L. und Polygonum finctorium L. dargestellt
(348, 354), sowie auch in den Blättern einiger Orchideen nachgewiesen (354).
Das Indican wurde auch für einen Bestandtheil des Harns und anderer
thierischer Flüssigkeiten gehalten, aus denen Indigo erhalten werden kann
(349—351), bis BAUMANN (352, 353) das »Harnindican« als Indoxylschwefelsáure
erkannte.
Darstellung. Getrocknete und gepulverte Waidblätter extrahirt man mit kaltem Alkohol
und lässt den mit etwas Wasser versetzten Auszug bei gewöhnlicher Temperatur in einem Luft-
strom verdunsten. Der wässrige Rückstand wird mit frisch gefälltem Kupferhydroxyd geschüttelt,
mit Schwefelwasserstoff behandelt, das hellgelbe Filtrat wieder bei gewöhnlicher Temperatur zum
Syrup verdunstet. Diesen behandelt man mit kaltem Alkohol, mischt den alkoholischen Auszug
mit dem doppelten Volumen Aether und verdunstet die filtrirte Flüssigkeit (347).
Hellbrauner Syrup von widerlichem, schwach bitterem Geschmack und saurer
Reaktion, löslich in Wasser, Alkohol und Aether. Die weingeistige Lösung giebt
mit essigsaurem Blei einen gelben Niederschlag, aus dessen Analyse die obige
Formel abgeleitet wurde (347). In der wässrigen Lösung erzeugt essigsaures Blei
nur nach Zusatz von Ammoniak eine Fällung.
Schon durch mässiges Erwärmen wird das Indican zersetzt. Beim Ver-
dampfen seiner wässrigen Lösung entstehen verschiedene, nur sehr unvollständig
bekannte Produkte (»Oxindicanin, Indicasin, Oxindicasin«). Barytwasser soll
schon in der Külte die Spaltung in syrupfórmiges »Indicanin« (CooHoa3N O42)
und Indiglucin bewirken.
Die Zersetzung, welche das Indican beim Erhitzen mit verdünnten Mineral-
sáuren erleidet, und welche nach ScHUNCK's ersten Angaben in einer Spaltung
in Indigblau und eine Glycose (Indiglucin) bestehen sollte (346), fand derselbe
(347) viel complicirter verlaufend. Es sollen ausser jenen beiden Produkten
Leucin, Kohlensäure, Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure und verschiedene
schlecht charakterisirte, als a- und 8-Indifulvin, Indihumin, Indifuscon und Indiretin
bezeichnete Substanzen entstehen. Schliesslich (348) wurde gefunden, dass das
Indican bei der Zersetzung durch Salzsäure unter Abschluss der Luft weder