der theoretischen Physik führen würde, läßt sıch gar
nicht absehen. Jedenfalls erscheint sie nicht gerade ver-
heißungsvoll.
Zu diesen praktischen Schwierigkeiten kommt nun
aber noch eine grundsätzliche. Es wird manchmal ver-
sucht, dem prinzipiellen Indeterminismus es als beson-
deren Vorzug anzurechnen, daß er es fertig bringe, die
erfahrungsgemäße Gesetzlichkeit in der Physik ohne alle
besondere Voraussetzungen abzuleiten aus der Ungesetz-
lichkeit, die Ordnung aus der Unordnung, den Kosmos
aus dem Chaos. Aber ich glaube nicht, daß eine solche
Leistung überhaupt möglich ist. Denn auch die stati-
stische Gesetzlichkeit bedarf zu ihrer Begründung ganz
bestimmter Voraussetzungen. Es ist bekannt, daß die
Sätze der Wahrscheinlichkeitsrechnung stets auf be-
stimmten’ Festsetzungen über gleichwahrscheinliche Fälle
fußen. An diesem Umstand wird auch dann nichts
geändert, wenn man diese Festsetzungen in die Defini-
tionen hineinsteckt, wie das z. B. geschieht, wenn man
die Wahrscheinlichkeitsrechnung von dem Begriff des
Kollektivs her entwickelt. Aus nichts kann nichts werden,
und die etwaige Hoffnung, daß der prinzipielle In-
determinismus vielleicht einmal als einzige und end-
gültige Grundlage für den Aufbau der theoretischen Phy-
sik ausreichen kónnte, wird sich aller Voraussicht nach
als trügerisch erweisen.
VII
Nachdem es sich also gezeigt hat, daß sowohl der
Begründung als auch der Durchführung des prinzipiellen
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