144 Mittleres und niederes gewerbliches und kaufmännisches Unterrichtswesen.
b) Handelsschule und
c) Fortbildungsschule für Frauen und Töchter bemittelter Stände
(Tagesschule). 1902 in a) 207, b) 48, c) 106, zusammen 317
Schülerinnen,
4. Die Carolaschule zu Leipzig mit
a) höherer Fachschule (Wäsche-, Kleider-, Putzkonfektion, Kunst-
sticken, Waschen, Bügeln),
Seminar für Handarbeitslehrerinnen und _Haushaltungs-
lehrerinnen,
c) weibliche Gewerbeschule,
d) Tageshaushaltungsschule,
e) Abendnähschule für unbemittelte Frauen, Arbeiterinnen und
Dienstmädchen,
") Abendkochschule für Lohnarbeiterinnen. 1902 mit 360 Schüle-
rinnen.
5. Fortbildungskurse des Frauengewerbevereins zu
Leipzig.
a) Einfache Handelskurse (nachmittags und abends), 59 und 67
Schülerinnen,
b) höhere Handelskurse: 6 Schülerinnen, ;
:) Wäschestube: 26 Schülerinnen.
5)
Zweiter Hauptabschnitt: Die kaufmännischen Schulen.
Die Ausbildung der für den kaufmännischen Beruf bestimmten
Jungen Leute erfolgt vor ihrem Eintritt in das Geschäft entweder
auf den allgemein bildenden Schulen oder auf Schulen, welche die
allgemein bildenden Fächer mit besonderer Berücksichtigung der für
den späteren Kaufmann wichtigen Gegenstände lehren, zugleich aber
auch die Grundzüge des kaufmännischen Fachwissens theoretisch
übermitteln. Diese letztgenannten kaufmännischen Unterrichtsanstalten
scheiden sich je nach dem Maß allgemeiner Bildung, welches sie
voraussetzen und vermitteln, in niedere Handelsschulen, die an den
Bildungsstand der höchsten Klasse der Volksschule anknüpfen und
ihre Schüler etwa bis zur Einjährig-Freiwilligenprüfung führen, und in
höhere Handelsschulen, welche den Besitz des Einjährig-Freiwilligen-
Zeugnisses beim Eintritt voraussetzen.
Während der Lehrzeit werden die jungen Leute in den für
den Kaufmann wichtigen allgemein bildenden Fächern und im kauf-
männischen Fachwissen fortgebildet, und je nach dem Maß allvemeiner