Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Halle (28)

  
  
  
  
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welche durch Baufälligkeit, Bedürfniß, Reſtauration, Veräußerung u. |. w. fich verändern oder abhanden kommen, in Wort 
und Bild der Nachwelt zu überliefern. Sie bieten für die Entwickelung der ſtaatlichen Denkmalpflege eine ſichere und 
weſentliche Grundlage. Insbefondere wollen die weſtfäliſchen Inventare dem Funftgefchichtlichen Forſcher für Spezialſtudien 
und eingehendere Unterſuchungen einen allgemeinen Ueberblick über die geſchichtliche und kunſtgeſchichtliche Entwickelung eines 
Kreiſes unter Angabe der ihm etwa zu Gebote ſtchenden Quellen und in knapper, katalogiſirender Weiſe ein Verzeichniß 
der vorhandenen Denkmäler verſchaffen. 
Die kurze Beſchreibung der letzteren ſoll durh eine möglichſt reiche Beigabe von Abbildungen unterſtützt werden, 
um den Fachgelehrten und Künſtler ſowohl wie den Handwerker in den Stand zu ſetzen, ſich über die Beſchaffenheit eines 
Gegenſtandes gleich auf den erſten Blik zu belehren, um insbeſondere dem ausübenden Handwerker und Künſtler des Kreiſes 
zu zeigen, wo er für ſein Schaffen muſtergültige Vorbilder in ſeiner unmittelbarſten Nähe finden kann. 
Die weſtfäliſchen Denkmälerverzeichniſſe werden zunächſt nur die chriſtliche Zeit berückſichtigen und auch dieſe nur 
bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Es iſ beabſichtigt, die vorchriſtlichen Zeiten für ganz Weſtfalen in einem ſpäteren 
Bande zu bearbeiten. Ebenſo wird eine allgemeine, die ganze Provinz umfaffende, Funftgefchichtliche Abhandlung nebſt 
einer Ueberſicht der Geſchichte Weſtfalens als Schlußband dem letzten Bande der Inventarifationswerfe folgen. 
Jedem Inventar iſ eine hiſtoriſche Einleitung vorausgeſchi>kt, welche den ganzen Kreis betrifft. Es folgen der- 
ſelben noch beſondere geſchichtliche Abhandlungen für die einzelnen, alphabetiſch geordneten Gemeinden. 
Die Denfmäler, z. B. die vorhandenen Inventarftüce einer Kirche, find nur infoweit aufgeführt, als es für ein 
Denfmäler-Derzeichniß von einiger Wichtigkeit erjchten. Minderwerthige und moderne Kunftgegenftände find bei der Auf- 
zählung, Beſchreibung und Abbildung übergangen. 
Die Grundriſſe ſind ſämmtlich im einheitlihen Maßſtabe 1 : 400, die Situationspläne in 1: 2500, mit der Oſft- 
richtung nach rechts in den Druck eingefügt. 
(Dortmund-Stadt.) Von der üblichen Anordnung nah Gemeinden mußte innerhalb des Stadtkreiſes Abſtand 
genommen werden. Es it daher das Denfmäler-Derzeichniß nach öffentlichem und Privat-Befttz geordnet worden, erſterer 
wiederum nach Firchlihem und profanem. 
(Hörde.) Die Aufftellung der Juventare iſ ſtaatlicherſeits in erſter Linie zu dem Swede angeregt und auf's 
eifrigfte betrieben worden, um durch fie für die Ausführung der ſtaatlichen Denkmalpflege eine maßgebende und ſichere 
Handhabe zu erhalten. Dieſer S$we> wird erreicht durch Aufſtellung einfacher Verzeichniſſe aller Denkmäler, ohne eingehendere 
Beſchreibung, aber mit möglichſt ausgedehnter bildlicher Darſtellung derſelben. Webenſächlih für den genannten Hauptzwe> 
ſind kunſtgeſchichtliche und geſchichtliche Abhandlungen, eingehende Unterſuchungen u. |. w. 
Die Denfmäler-Derzeichniffe follen die Grundlage für die als Schlußband folgende Kunſtgeſchichte der Provinz 
Weſtfalen bilden. 
(Münſter-Land.) Nicht allein die Inventarverzeichniffe, fondern namentlich auch die geſchichtlichen Vorbemerk- 
ungen ſollten über den Rahmen kurzer Ueberblicke nicht hinausgehen. 
Wiedenbrüc.) Der Dru> von Autotypien iſ bei Verwendung der bisher zum Textdruck der Inventarwerke 
benutzten Papierſorte ſchwierig. Vollkommene Klarheit der Autotypien iſt nur zu erreichen, wenn der Druck derſelben auf 
Kunſtdruckpapier erfolgt. 
Die überwiegende Mehrzahl der Text- und Tafel-Jlluſtrationen ſind verſuchsweiſe mittelſt Kunſtdru>papier hergeſtellt. 
(Siegen.) Da weſentliche Nachtheile bei Verwendung von geſtrichenem Kunſtdru>papier fich bislang nicht ge- 
zeigt haben, andererſeits die Vorzüge des letzteren für den Druck von Autotypien bedeutende ſind und den Fortfall der Licht- 
drucke kaum fühlbar machen, wird der vorliegende Band der lette fein, welcher ausſchließlich Lichtdrucktafeln enthält.
	        
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