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Vorwort. VII
deutung geworden ist. Den Fachgenossen, die mich zu der-
artigen Änderungen angeregt haben, sage ich auch an dieser
Stelle für ihr freundliches Interesse aufrichtigen Dank.
Berlin-Grunewald, Dezember 1919.
Der Verfasser.
Vorwort zur vierten Auflage.
Auch in der neuen Auflage ist an dem Charakter des Buches
nichts geándert worden. Insbesondere blieb es mein Bestreben, für
die Ableitung eines jeden Gesetzes nicht den formal kürzesten,
sondern den gedanklich náchstliegenden Weg, der sich meistens
mit dem historischen deckt, zu benutzen. Denn die Kürze einer
Formel läßt den durch sie ausgedrückten Zusammenhang manchmal
einfacher erscheinen, als er in Wirklichkeit ist, was davon herrührt,
daB die eigentliche Schwierigkeit in die Definitionen verlegt ist.
Für eine erste Einführung in ein Wissensgebiet ist es aber nach
meiner Meinung wesentliches Erfordernis, daß die endgültigen
Definitionen nicht gleich von vornherein als etwas fertiges voraus-
geschickt werden, sondern daß ihre Nützlichkeit und Notwendig-
keit erst im Laufe der Darstellung bei der Behandlung bestimmter
Probleme sich aufdrängt.
Unter den vorgenommenen kleinen Verbesserungen sei hier
nur erwähnt, daß ich für die Lagrangesche Funktion (das kine-
tische Potential) an Stelle des bisher benutzten Helmholtzschen
H das jetzt ziemlich allgemein gebráuchliche Zeichen L, und für
die Hamiltonsche Funktion das Zeichen H eingeführt habe. Da-
gegen konnte ich mich nicht entschließen, die kinetische Energie,
die ich bisher nach Boltzmann mit L (lebendige Kraft) bezeichnet
hatte, hier durch das häufig benutzte T auszudrücken. Denn
dieser Buchstabe muß für die Temperatur reserviert bleiben,
welche ja vielfach, besonders in der statistischen Thermodynamik,
mit der kinetischen Energie zusammen auftritt. Vielmehr habe
ich für die kinetische Energie das naheliegende Zeichen K ge-
nommen, welches wohl kaum jemals zu einer Verwechslung
Anlaß geben kann.
Berlin-Grunewald, März 1928.
Der Verfasser.