der realen Welt gesetzlich zu verknüpfen. Es versteht sich, daß
in den verschiedenen Epochen der geschichtlichen Entwicklung
bald die eine, bald die andere Richtung in den Vordergrund
tritt. In Zeiten, wo das physikalische Weltbild einen mehr sta-
bilen Charakter zeigt, wie es in der zweiten Hälfte des vorigen
Jahrhunderts der Fall war, kommt die metaphysische Richtung
mehr zur Geltung, man glaubt sich der Erfassung der realen
Welt schon verhältnismäßig nahe; dagegen in anderen Zeiten
der Veränderlichkeit und Unsicherheit, wie wir gegenwärtig
eine erleben, tritt der Positivismus mehr in den Vordergrund,
da der gewissenhafte Forscher dann eher dazu neigt, sich auf
den einzig festen Ausgangspunkt, die Vorgänge in der Sinnen-
welt, zurückzuziehen.
Wenn wir nun die verschiedenen sich im Laufe der Zeit wan-
delnden und einander ablösenden Formen des physikalischen
Weltbildes in ihrer historischen Aufeinanderfolge überschauen
und nach charakteristischen Merkmalen der Veränderung su-
chen, so müssen vor allem zwei Tatsachen ins Auge fallen.
Erstens ist festzustellen, daß es sich bei allen Wandlungen des
Weltbildes, im ganzen gesehen, nicht um ein rhythmisches Hin-
und Herpendeln handelt, sondern um eine in einer ganz be-
stimmten Richtung mehr oder weniger stetig aufwárts fort-
schreitende Entwicklung, die sich dadurch kennzeichnen läßt,
daB der Inhalt unserer Sinnenwelt immer mehr bereichert,
unsere Kenntnis von ihr immer mehr vertieft, unsere Herr-
schaft über sie immer mehr befestigt wird. Das zeigt am schla-
gendsten ein Dlick auf die praktische Auswirkung der physika-
lischen Wissenschaft. Daf) wir heute auf weit gróDere Entfer-
nungen hin zu sehen und zu hören verstehen, daß wir über weit
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