Full text: Vollständige Anleitung zur Lackirkunst, oder: genaue, richtige und gründliche Beschreibung der besten bis jetzt bekannten Firnisse und Lackfirnisse auf alle nur mögliche Gegenstände; nebst der Art und Weise, solche gehörig aufzutragen und zu trocknen, zu schleifen und zu poliren; verbunden mit der Kunst, die mancherlei Arbeiten der Künstler und Professionisten mit Farben anzustreichen und solche bestmöglichst zu verschönern

74 Einleitung. 
in Sorten (Mastix in sortis); find aber die 
hellen Körner ausgefucht und allein, fo heißt es aus: 
erleſener Maſtix (Mastix electa s. in lacrymis). 
Die erſtere Sorte iſ in viel geringerm Preiſe, als 
die auserlefenen, Elaren Tropfen und Körner. 
Beim erſten Anblide hat der Maftir große Aehn: 
lichkeit mit dem Sandarach, wird aud, da er in 
Europa} theuxer als dieſer iſt, oft damit verfälſcht ; 
allein der Maſtix unterſcheidet ſih vom Sanda: 
rach nicht allein durch ‘mehr rundliche Körner, durch 
eine weißere Farbe, durch eine geringere Härte 
und ‘größere Geſchmeidigkeit, ſondern au< dadurch, 
daß er im Terpentinôle leicht ſchmilzt, auf der Zunge 
oder zwiſchen den Zähnen fidy breit drücken läßt, ohne. 
zu zerbrödeln, und fich leicht im Munde beim Kauen 
erweicht, mwelches-der Sandatacdy nicht thut. Andere 
Verfälſchungen ſollen mit Weihrauch und Fichtenharz 
gemacht werden, die man aber leicht Durch den Ges 
ruch entde>t. 
Außer dem Gebrauche zu Arzneien und Räucherz 
pulvern dient der Maſtix ‘vorzüglih zu Lafirniſſen, 
welche mit Terpentinöl bereitet werdenz denn die aus- 
gepreßten Dele löſen dieſes Harz nicht ganz auf und 
auch ‘der Weingeiſt läßt ungefähr den zehnten bis 
zwölften Theil unaufgelöſt, aber das Zerpentinöl nimmt 
e8 leicht und volfommen auf, nur muß man teine, 
farbenloſe und durchſichtige Körner wählen. Die Lad: 
firniſſe, denen man Maftir beiſeßt, laſſen ſich nicht 
allein gut poliren, ſondern erhalten auch viele Ges 
\hmeidigkeit. 
42, 
Die Mennige, Minium, 
auch Bleifafran und Bleizinnober genannt, ift 
ein rothes Bleioxyd, welches erhalten wird, wenn 
man das gelbe Bleioxyd (Plumbum oxyd. citri- 
       
    
   
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
  
  
  
  
   
  
  
nun 
Hib 
ZUg 
Eng 
befo 
Ich 
wirt 
bezo 
die 
roth 
recht 
Zieg 
Pul 
durc 
Der 
gew 
eſſig 
unv 
mar 
Tie 
in: 
als 
Sri 
zur 
gell 
bei 
die 
iſt 
unt 
dur 
  
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.