74 Einleitung.
in Sorten (Mastix in sortis); find aber die
hellen Körner ausgefucht und allein, fo heißt es aus:
erleſener Maſtix (Mastix electa s. in lacrymis).
Die erſtere Sorte iſ in viel geringerm Preiſe, als
die auserlefenen, Elaren Tropfen und Körner.
Beim erſten Anblide hat der Maftir große Aehn:
lichkeit mit dem Sandarach, wird aud, da er in
Europa} theuxer als dieſer iſt, oft damit verfälſcht ;
allein der Maſtix unterſcheidet ſih vom Sanda:
rach nicht allein durch ‘mehr rundliche Körner, durch
eine weißere Farbe, durch eine geringere Härte
und ‘größere Geſchmeidigkeit, ſondern au< dadurch,
daß er im Terpentinôle leicht ſchmilzt, auf der Zunge
oder zwiſchen den Zähnen fidy breit drücken läßt, ohne.
zu zerbrödeln, und fich leicht im Munde beim Kauen
erweicht, mwelches-der Sandatacdy nicht thut. Andere
Verfälſchungen ſollen mit Weihrauch und Fichtenharz
gemacht werden, die man aber leicht Durch den Ges
ruch entde>t.
Außer dem Gebrauche zu Arzneien und Räucherz
pulvern dient der Maſtix ‘vorzüglih zu Lafirniſſen,
welche mit Terpentinöl bereitet werdenz denn die aus-
gepreßten Dele löſen dieſes Harz nicht ganz auf und
auch ‘der Weingeiſt läßt ungefähr den zehnten bis
zwölften Theil unaufgelöſt, aber das Zerpentinöl nimmt
e8 leicht und volfommen auf, nur muß man teine,
farbenloſe und durchſichtige Körner wählen. Die Lad:
firniſſe, denen man Maftir beiſeßt, laſſen ſich nicht
allein gut poliren, ſondern erhalten auch viele Ges
\hmeidigkeit.
42,
Die Mennige, Minium,
auch Bleifafran und Bleizinnober genannt, ift
ein rothes Bleioxyd, welches erhalten wird, wenn
man das gelbe Bleioxyd (Plumbum oxyd. citri-
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