Der Saltus Teutoburgienfis. 25
Wallanlage, die nah Norden und Oſten ihre Verteidigung richtet und bis an
den Fuß des Berges reiht. Jhre Hauptaufgabe ſcheint nur für einen Angriff
auf einen Feind, der von Norden in die Ebene öſtlih Springe eindringen wollte,
beſtimmt geweſen zu ſeinz hierauf weiſt der nah Süden zu liegende ſtarke,
grade Vorwall hin, der es geſtattet, aus der Bennigſer Burg Verſtärkungen
heranzuziehen, die in ſicherem Schuß liegen und bei einem Rückzug, wenn
ein Flankenangriff mißlungen iſt, durch den Rühalt, den die Beſaßung des
Walles von der Bennigſer Burg aus erhält, es ermöglicht, das Lager wieder
zu erreichen. Sehr beachtenswert iſt die Genauigkeit der Anlage, die es ge-
ſtattet, von dem oberſten Kernwerk alle 3 Vorwälle überſchießen zu laſſen.
Den weiteren Abfchluß der Verteidigung gegen die nördliche Ebene
bildet die auf dem Schulenburger Berg befindliche große Teutburg (Bahn-
ſtation Nordſtemmen). Die Wallanlage, in der die ganze Marienburg Plas
gefunden hat und no< 5mal ſo viel frei läßt, bietet nach v. Oppermann einen
Lagerraum für mindeſtens 8000 Mann.
Die Senke zwiſchen Ebersberg und Neſſelberg bei Springe wurde duch
einen Sperrwall abgeſchloſſen, der ſi< auf dem Neſſelberg ſehr gut erhalten,
am Ebersberg nur in einem kleinen Reſt findet. Leider ift der Reſt des
Walles am Ebersberg bei Springe in den lekten Jahren eingeebnet, nur ein
kiümmerliches Bruchſtü>k ſowie einige Reſte in den Feldern zwiſchen Saupark
und Springe harren no< des Abfahrens. Wann werden die berufenen
Stellen in Hannover fich ihrer Pflicht bewußt und Maßnahmen zur Er-
haltung der für unſere Heimatsgeſchichte fo wichtigen Dokumente treffen?
Geſichert wurde dieſe Sperre dur die Beſaßung der Hünenburg auf
dem Neffelberge öſtli<h von Altenhagen, deren vornehmſte Aufgabe ſonſt der
Schus des Sünteltales gegen Südoſten war. Als Wartburg, mit dem pracht-
vollen Bli> über die norddeutſche Ebene diente, auf hoher Felskuppe liegend
und für den Feind durch den ſteilen Hang faſt uneinnehmbar, die Barenburg.
Von hier aus konnte der Feldherr das Gelände nad Norden und Often über-
fchauen und die Truppenverfchiebungen anordnen. Die große Teutburg im
Eſcheder Berge bildete den Abſchluß na Oſten und ſicherte in Verbindung mit
den Wallanlagen auf den Alfelder Bergen den Zugang vom Leinetal. Die
Zugangsſtelle zum Süntel, die, von Hameln kommend, dem Lauf der Hamel
folgte, war dur die Odinsburg bei Haſtenbe> geſichert, in ſteil abfallendem
Hang erſtre>en ſi< ihre Wallanlagen zur Haſſelburg. Die Beſatzung der
Odinsburg ſtellte die Hünenburg auf dem Neſſelberge. Die Zugänge von
Norden und Südoſten zum Sünteltal ſicherten folgende Burgen und Wall-
anlagen: Die Bennigſer Burg zugleich Verteidigungsanlage, die Teutburg
auf dem Eſcheder Berge, das große Lager (Teutburg) auf dem Schulenburger
Berge, die Hünenburg auf dem Neſſelberge, die Talſperre zwifchen Ebersberg
und Meffelberg bei Springe, die Wallanlagen (hohe Schanze) bei Winzenburg
(Alfelder Berge), die Odinsburg auf dem Sche>en und als Beobachtungsplas,