6 Der edlen Barren » Kölffenfchafft /
einvermenger werben die Blumen von welfen und
blauen Mergenviolen / von Leberkraut / Kunſchro-
een / Borragí / Roßmarin / Maßlieben / Ageley/
Pomeransen ic.
. Hiehero fan füglich auch gegehler werden die Cu-
eumern in ſtücke zerſchnitcen / der unzeitig Rettichſaa-
men/ wann er noch garjung ift / wiewol1n dieſes legere
Stack nicht wie die andern Kräuter mit Oel und
Efig und eingeforengter geroöhnlicher Gewürg ein,
gemachet wird / ſondern wie die Melonen oder Pfe-
ben allein mic Sals oder Zucker pflegec genoſſen zu.
Werden.
IV, Es iſt aber allhiernichet unfüglich zu fragen?
gu welcher Zeit man folleSalät oder Sulgen auffegen,.
Gewlß iſes / daß die lieben Alcen ſelbige gemeiniglich
bey dem Nachreſſen aufgeſeset haben / welches aber
heut zu Tag gans und gar nicht-beobachrer wird / ale.
lein ob man zu Anfang oder ¿um Ende des Nachteſo
ſens ſelbige füglicher aufſezen möge / iſ anno zu ers
orecen. Hierauf iſt zu wilfen/ daß man vor alterg
die Abendmahlgelten mit den Salaten oder Salzen.
geendet / hernacher aber / wie auch an den meinſten.
Orten in Teutſchland anjego pfleger zu geſchehen/ hat:
man mit denſelben die Abendmahlzeiten angefangen /
beedes bezeugee Martialis wann er folgendes dubi-.
um aufzulöſen fürleget:
Claudere quæ cœnas laQuca ſolcbat avorum 5
dic mihi cur noftras inchoat illa dapes?
Das ift : Ey lieber ſage mir doch / warum wir
heur zu Tag mic dem Laccuci oder Salgar ann E
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