Full text: Die Fabrication der künstlichen Blumen nebst der Federschmückerei oder die Kunst, alle Arten von Blumen aus Batist, Mousselin, Gaze, Taffet, Atlas und Sammt; aus Papier, Wachs, Leder; aus Fischbein, Goldschlägerhäutchen, Chenille und Gelatine der Natur getreu nachzuahmen, sowie auch die verschiedenartigsten Phantasieblumen, aus Haaren und Seide, aus Stroh, aus Gold und Silber, aus Perlmutter und andern Stoffen zu fertigen; und endlich die zur Toilette und zum Schmuck überhaupt dienenden Federn nach den bewährtesten Verfahrungsarten zu bleichen, zu färben, zu dressieren, zu kräuseln etc.

    
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Weiße, gelbe, grüne und braune Schafwolle 
(Sti>wolle) benußt man zum Füllen der Knospen, 
  
4) Baumwolle und Werg. 
Man bedient fich der gelrempelten Baumwolle, 
um die Knospen und das Innere mander Blüthen 
darzuſtellen, fowie auch zum Umwideln der meiften 
Stiele. Das Werg wird manchmal an ihrer Stelle 
verwendet, allein die Baumwolle ift immer vor: 
zuziehen. 
5) Das Blumenleder. 
Das fogenannte Hühnerleder, welches nichts An: 
deres iſt, als fein zubereitetes Lammsfell, iſt durch: 
aus nöthig zur Verfertigung der Knospen weißer 
Blumen, als: Orangenblüthen, Jasmin 2c. Aus 
Erfparniß benugt man in den Fabrifen mehr das 
gewöhnliche Handfchuhleder, das bei Weitem wohl: 
feiler iſt, 
6) Verſchiedene Materialien. 
Wir faſſen unter dieſer Rubrik alle übrigen klei- 
nen Gegenſtände zuſammen, die noch übrigens bei 
der Blumenfabrication erforderlich find. Dieß iſt 
zuerſt der Draht, und zwar Meſſingdraht, zu den 
feinen Stielen; man hat ihn auch in allen Nüancen, 
mit grüner und brauner Seide umfponnen ; auch ſtär= 
ferer Draht kommt zuweilen in Anwendung. Aus 
ßerdem braucht man noch Bindfaden von verfchtedes 
  
   
  
    
   
	        
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