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rothen Sandsteines. Immerhin sind auch diese über ausgedehnte Terri-
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torien (England, Nordamerika, Südafrika, Australien) verbreitet. Eine
ausnahmsweise und räumlich beschränkte Entwicklung zeigt die Trias in
Deutschland, indem hier die terrestren Ablagerungen durch das Ein-
dringen eines Meeres unterbrochen wurden, welches jedoch, wie die
eigenthümliche Fauna des deutschen Muschelkalkes zeigt, nur in unvoll-
kommener Verbindung mit dem Weltmeere stand und wührend der Keuper-
periode den Charakter eines Dinnensees annahm. Die landläufige Glie-
derung der Trias in Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper hat dem-
nach nur sehr beschränkte Geltung, demungeachtet soll im Nachstehenden
mit der Erörterung des germanischen Triasgebietes begonnen werden,
nicht als ob dieses Anspruch darauf machen könnte, dass seine Gliederung
auf. die universelle marine Entwicklung der Trias angewandt werde,
sondern deshalb, weil die Kenntniss der Triasformation in diesem abnorm
entwickelten Gebiete ihren Anfang genommen hat.
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Die deutsehe Trias.
Die im Gebiete des deutschen Triassees zur Ablagerung gekommenen
Triasbildungen zerfallen in drei, durch petrographische und paláontologische
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Eigenthümliehkeiten wohl getrennte Unterabtheilungen: Buntsandstein,
Muschelkalk und Keuper, welche nachstehend gesondert besprochen
werden sollen.
1. Buntsandstein.
Verbreitung: am s. und s.-6. Rande des Schwarzwaldes in vereinzelten
Streifen, in ausgedehnteren Partien 1m nôrdlichen Theile dieses Gebirges; ferner
im Odenwald, in den Neckar- und Taubergegenden, im Spessart, im Thüringe:
Wald, im Harz und Vogelsgebirge, in den Saar-, Mosel- und Wesergegenden, im
andstein
Fichtel- und Riesengebirge, in Oberschlesien; ferner besteht aus Bunts
ein Theil der Vogesen, das Hardtgebirge. In der Schweiz bei Basel, Schaffhausen.
Gesteine der Buntsandstein-Formation.
Sandsteine. Wie schon der Name andeutet, sind Sandsteine
die vorherrschenden Gebirgsglieder der Formation, und weil die-
selben oft eine bunte Fürbung besitzen, wird solche auch als Buntsand-
steinformation bezeichnet. Quarzkörner bilden gewöhnlich die Haupt-
masse; sie sind bald abgerundet, bald eckig und scharfkantig, bald zeigen
sie die Spuren von Krystallflächen oder erscheinen als vollständige
Krystalle. Ihre Grösse geht meist von der eines Mohnkornes bis zu
jener einer Erbse. Die Natur des Bindemittels bedingt die ver-
schiedenen Abänderungen des Sandsteines.