Full text: Die Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb (automatische Telephonie)

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mit Sicherheit an die erhöhte Zahlung erinnert wird, und er wird sich 
weniger über zu hohe Belastung beschweren. Man fürchtet aber, daß 
die Teilnehmer sich trotzdem beschweren werden, und man sagt, er 
müsse für jedes besonders gebührenpflichtige Gespräch eine eigene Rech- 
nung erhalten. Will man diese Forderung bei Wählerbetrieb erfüllen, 
$0 kann man (etwa nach D R P. 269 8423) den Teilnehmer die Verbindung 
herstellen lassen, aber für die Berechnung eine Beamtin anschalten, 
welche an Signalen alle nótigen Unterlagen erkennen kann, nótigenfalls 
auch mit dem Teilnehmer spricht. Solche Beamtinnen kónnen mehr 
Verbindungen bearbeiten als solehe, die auch die Verbindungen her- 
stellen müssen. 
Die gegenwärtige Entwicklung hat sich noch nicht endgültig ent- 
schieden. Man vertritt oftmals den Standpunkt, daß eine eigentliche 
Zeitzählung zu weit gehe. Man trennt dann jede Verbindung zwangs- 
weise nach 6 Minuten. Will der Teilnehmer weitersprechen, so muß 
er eine neue Verbindung herstellen. Durch den Wegfall der Zeitzählung 
wird die Einrichtung merklich vereinfacht. 
Zeitzonenzählung. Die Abb. 178 stellt ein Unteramt mit einem 
Zeitzonensatz, eine zweiadrige Verbindungsleitung VL und ein Haupt- 
amt HA dar. Das Unteramt habe die Kennziffer 87, das Hauptamt 
die Kennziffern 4, 5 und 6; ein weiteres über das Hauptamt erreichbares 
Amt habe die Kennziffer 7. Für innere Gespräche im Unteramt werde 
die einfache Gebühr erhoben, für Gespräche zu den Kennziffern 4, 5 oder 
6 die dreifache Gebühr für Dreiminuten-, und sechsfache für Sechsminuten- 
gespräche; für Gespräche zu der Kennziffer 7 werden fünffache oder für 
6 Minuten zehnfache Gebühr erhoben. Da von 1000 Verbindungen er- 
fahrungsgemäB nur einige wenige länger als 6 Minuten dauern, werden 
alle Verbindungen nach 6 Minuten getrennt. Der Zeitzonensatz besteht 
aus einer Anzahl Relais und drei Schrittschaltwerken. Im Felde 3 ist 
ein Zeitschaltwerk ZT mit 32 Stellungen und 2 Bürsten Zt, und zt. 
Im Felde 4 ist ein Abgreifer DGr mit so viel Stellungen, als hóchstens 
LühlstromstóBe zu geben sind und mit 2 Bürsten Sra Sr im Feld 5 
ist ein Zonenspeicher ZSp mit so viel Stellungen, als Kennziffern zu 
speichern sind und mit 2 Bürsten Spsi» Z8pgo- | 
Verbindung ohne Zählung (keine Antwort, Gewünschter be- 
setzt usw.) zu der Kennziffer »5«. Beim Abheben des Hörers belegen 
die Vorwähler VW den Übertrager Feld 1. A, B und C sprechen an. 
0,19 hült C und erregt V. Die Stromstóle zum Hauptamt werden über 
die a-Ader gegeben: 1/--, c,,, aj, AG, —. 2/ag, erregt Cg, es bindet 
sich beim Heben des GW über den Kopfkontakt kg,. Der Zonenspeicher 
ZSp macht 5 Schritte: Wenn 1/a,2 pendelt, spricht U an. Daher: 5/—, 
ZSp, ag, f,, uj s;, +. Nach der Stromstoßreihe bleibt 1/A. erregt, U 
fällt ab. F spricht an, öffnet ZSp und F bindet sich über f, und uy in 
jeder seiner Lagen. Für ZSp ist in der Abb. 178 kein Heimlauf gezeigt, 
  
  
  
  
  
     
   
  
  
  
  
   
    
     
   
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
    
  
  
  
  
  
    
    
	        
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