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166 Verteilung des Verdienstes bei Gruppenarbeiten.
dem Arbeiter bei schnellerer Ausführung seiner Arbeiten gut-
geschrieben werden sollen. Was einfacher und übersichtlicher
für sein Werk ist, mag sich ein jeder selbt sagen.
Verteilung des Verdienstes bei Gruppenarbeiten.
Die Verteilung des Verdienstes der Gruppenarbeiter —
unter Gruppenarbeiter sind Arbeiter zu verstehen, welche
unter Leitung eines Vorarbeiters gemeinschaftlich eine Arbeit
verrichten — wird oft mit einer Umstándliehkeit vorgenommen,
die man sich gar nicht erklären kann. Wird eine Gruppen-
arbeit ausgeführt — nehmen wir als Beispiel die Arbeit an einem
Schmiedefeuer an — so hat doch nur der Schürrmeister eine
besondere Tätigkeit zu entfalten, während die Zuschläger alle
auf einer Stufe stehen, und daher nur auf einen gleich hohen
Verdienst Anspruch erheben können. Es gibt ja alierdings
Gruppenarbeiter, bei welchen, außer dem Vorarbeiter, noch
einem anderen Arbeiter eine besondere Tätigkeit übertragen
werden muß, das sind aber Ausnahmefälle, welche auch
als Ausnahme bezahlt werden können. Im großen und
ganzen zeigen sieh aber in allen Gruppenarbeiten ziemlich
gleiche Verhältnisse. Unter solehen ob raltenden Umständen
ist es nicht verständlich, wenn bei der Ausführung von Akkord-
arbeiten die Auseinanderrechnung des Gesamtverdienstes auf
Grund des Lohnes erfolgt, den jeder Arbeiter bei Aus-
führung in Lohnarbeit erhält. Man kommt in solchen Fällen
zu so umständlichen und zeitraubenden Abrechnungen, daß
die Löhnungsarbeiten dadurch nicht allein verzögert, sondern
auch Irrtümer bei denselben leicht hervorgerufen werden
können. Es empfiehlt sich daher, bei Gruppenarbeiten feste
Abrechnungsverfahren einzuführen, bei welchen alle kleinen
Verschiedenheiten im gewöhnlichen Tagelohnsatz unbeachtet
bleiben, dagegen nur besondere Zeitaufwände oder Fehlstunden,
in Zu- oder Abgang für die einzelnen Beteiligten, in Berück-
sichtigung kommen. Besteht eine Gruppe Z. B. aus fünf Per-
sonen einschließlich Vorarbeiter, und haben dieselben sämtlich
gleiche Zeit gearbeitet, so erhält der Vorarbeiter von dem
ganzen verdienten Lohn einen bestimmten Prozentsatz vorweg,
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