Full text: Technischer Führer durch die Reproduktions-Verfahren und deren Bezeichnungen

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Wothlytypie — Zeichnen direkt auf Zink. 
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dann das mehrfarbige Bild mit einem Male auf den endgültigen 
Bildträger, in der Art wie beim Kohledruck, übertragen wird (174, 
1905 S. 132). — Eine Maschine zur Herstellung von Gelatine- 
bildern nach Art des Woodburydruckes, welche die Massenherstellung 
in grofen Formaten ermóglicht, ist in dem D.R.P. Nr. 118475 
ab 9. Juni 1899 von Stephan Faujat und Paul Charles in Frank- 
furt a. M. beschrieben. Vgl. 2, 1901 S. 871 mit Abbild.; 110, 
1902 S. 642. — Literatur: , Die Photoglyptie oder der Wood- 
burydruck.“ Von L. Vidal. Verl v. W. Knapp in Halle a. S. 1897. 
Preis 6 Mk. 
Wothlytypie, ein photographisches Kopierverfahren mittels 
Uransalzen nach J. Wothly in Aachen; von demselben wurde das 
Verfahren auch , Kollotypie* benannt. Vgl 185, 1863 S. 39. 
Xerographie oder ,, Trockendruck“. Der Kopierdruck mit ge- 
fárbten Unterlagsbláttern. Nach Malling Hansen in Kopenhagen. 
Vgl. 154, 1873 S. 41. 
. Xyloautographie, eine Autotypie (s. d.) mit xylographischer 
Uberarbeitung. "Vgl. z. B. die Beilage von Meisenbach, Riffarth & Co. 
in München (39, 1900). 
Xylographie, s. Holzschnitt. 
Zeichnen (Retusche) direkt auf Zink wird ausgeführt: 1) in 
derselben Art wie bei der Lithographie mit lithographischer Tusche 
auf glatt geschliffenen (oder besser auf mattierten) oder auf gekörnten 
Platten mit lithographischer Kreide für den Flachdruck, s. ,, Zink- 
flachdruck*. — 2) An bereits am Zink vorhandenen Umdrucken 
kónnen die ausgebliebenen (abgerissenen) Linien dadurch ergänzt 
werden, daß man die Platte dünn gummiert, trocknet, die Linien 
durch die Gummischicht und etwas in das Zink einritzt, mit 
Umdruckfarbe bestreicht und abwáscht; die Farbe haftet nur an 
den gerissenen Linien. Nach Albert Bauer (184, 1901 S. 184). 
Beim Steindruck ist dieses Verfahren schon lingst im Gebrauche 
stehend. — 3) Für Hochätzungen auf Zink wird die Nachbesserung 
ganz einfach mit einer in Terpentin gelösten schwarzen Druckfarbe 
durchgeführt; dann wird mit wachshaltigem Asphaltpulver einge- 
staubt und erwärmt. — 4) Für Zeichnungen mit der Feder wird 
nach 156, 1894 Nr. 61; 110, 1895 S. 532 folgende Lósung ver- 
wendet: 25 g Benzol, 50 g Terpentinól, 20 g Asphalt, 2 g dickes 
Olivenöl in 10 g Chloroform gelöst. — Das Zeichnen ist entschieden 
leichter durchzuführen, wenn die Platte mattiert wird, was (bei 
Hochätzungen) auch erst nach dem Fertigstellen eines Umdruckes
	        
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