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Vorwort.
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Die Inventariſation der Denkmäler im Stadtkreiſe Hagen war zum Cheil
dem Königlichen Regierungsbauführer Herrn Dr. Vogts (Köln) übertragen. Die ge-
ſchichtliche Einleitung hat der Direktor des Königlichen Gymnaſiums zu Coesfeld,
Herr Profeſſor Dr. Darpe, bearbeitet. Dieſelbe erſcheint in größerem Umfange im
nächſten Verwaltungsberichte der Stadt Hagen. Zu den Koſten der Veröffentlichung
bewilligte die lettere einen Beitrag von 500 Mark.
Münſter i. W., Oktober 1910. eu
Um irrigen Auffaſſungen bezüglich des Swedes, der Anordnung und der Ausftattung der weftfälifchen Inventar
werke entgegenzutreten, erſcheint es nothwendig, niht bloß auf die Vorworte der bisher erſchienenen Bände zu verweiſen,
ſondern au<h Auszüge aus denſelben an dieſer Stelle beizufügen.
(Lüdinghauſen.) Im Allgemeinen bezwecken die Inventarifationen die Erforichung, den Schuß und die Er-
haltung aller durch Kunftwerth und Eigenthümlichfeit fich auszeichnenden Denfmäler. Sie ſtreben danach, die Denkmäler,
welche dur<h Baufälligkeit, Bedürfniß, Reſtauration, Veräußerung u. |. w. fich verändern oder abhanden kommen, in Wort
und Bild der Nachwelt zu überliefern. Sie bieten für die Entwickelung der ſtaatlichen Denkmalpflege eine ſihere und
weſentlihe Grundlage. Insbeſondere wollen die weſtfäliſchen Jnventare dem Funftgefchichtlichen Forfcher für Spezialftudien
und eingehendere Unterſuchungen einen allgemeinen Ueberbli> über die geſchichtliche und kunſtgeſchichtlihe Entwickelung eines
Kreiſes unter Angabe der ihm etwa zu Gebote ſtehenden Quellen und in knapper, Fatalogifirender Weife ein Verzeichniß
der vorhandenen Denkmäler verſchaffen.
Die furze Beſchreibung der letzteren foll durch eine möglichſt reihe Beigabe von Abbildungen unterſtützt werden,
um den Fachgelehrten und Künſtler ſowohl wie den Handwerker in den Stand zu ſetzen, ſih über die Beſchaffenheit eines
Gegenſtandes gleih auf den erſten Bli zu belehren, um insbeſondere dem ausübenden Handwerker und Künſtler des Kreiſes
zu zeigen, wo er für ſein Schaffen muſtergültige Vorbilder in ſeiner unmittelbarſten Nähe finden kann.
Die weſtfäliſhen Denfmälerverzeichniſſe werden zunächſt nur die chriſtliche Zeit berü>ſihtigen und auch dieſe nur
bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Es iſ beabſichtigt, die vorchriſtlichen Zeiten für ganz Weſtfalen in einem ſpäteren
Bande zu bearbeiten. Ebenſo wird eine allgemeine, die ganze Provinz umfaſſende, kunſtgeſchichtlihe Abhandlung nebſt
einer Ueberſicht der Geſchichte Weſtfalens als Schlußband dem letzten Bande der Inventariſationswerke folgen.
Jedem Inventar iſt eine hiſtoriſche Einleitung vorausgeſchi>kt, welche den ganzen Kreis betrifft. Es folgen der-
ſelben noh beſondere geſchichtlihe Abhandlungen für die einzelnen, alphabetiſh geordneten Gemeinden.
Die Denfmäler, 3. 8. die vorhandenen Inventarſtücke einer Kirche, ſind nur inſoweit aufgeführt, als es für ein