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Farbwerk, mit Bronzepulver speiste die Plüschauftragwalze und
mehrere andere Walzen reinigten vom Bronzeüberschuß. Vgl. auch
die Abbild. in 725, 1891 Nr. 1 S. 2 und 154, 1881 S. 169, Ab-
bildung 173. — 6) Die B.-Maschine, hauptsächlich zum Bronzieren
einzelner steifer Blätter, von Max Rockstroh und Heinr. Gottschalk
in Dresden (D.R.P. Nr. 58693) kann in direkten Anschluß an
eine Druckpresse kommen, so daß die bedruckten Blätter auf die
horizontal arbeitende B.- Maschine übergehen. Der Bronzierapparat
besteht in der Hauptsache aus einer Mulde, einer Aufnahme-,
einer Zwischen- und einer Auftragewalze, von denen erstere in
feststehenden Böcken, letztere zwei in einem Kipprahmen gelagert
sind. Mehrere Plüschwalzen dienen zum Abstáuben des Bronze-
pulvers, nachdem eine in Bewegung gesetzte Bürste das Pulver auf
den Druckstellen verrieben hat. Um das Stauben zu vermeiden,
ist die Maschine zum Teil mit einem Glaskasten überdeckt. Vgl.
auch die Abbild. in 2, 1891 8. 972. — 7) George Newsum in
Leeds, England, lies sich eine B.-Maschine patentieren (D.R.P.
Nr. 70253) für einzelne Bogen, gekennzeichnet durch eine Ab-
stiubevorrichtung, deren aufeinander folgende, mit Filz überzogene
Walzenpaare eine zunehmende Geschwindigkeit haben, derart, dafi
das Papier beim Abstüuben gleichmäßig gespannt gehalten wird.
Vgl. Abbild. 2, 1893 S. 829. — 8) Aus der ziemlich umfangreichen
Patentbeschreibung (2, 1893 S. 1003) des D.R.P. Nr. 71038 von
Julius Jab in Berlin ist zu entnehmen, dafi die B.-Maschine mit
einem schwingenden, die Bronze enthaltenden Siebkasten (grof-
oder kleinmaschiger Gaze) versehen ist und von demselben auf das
unterhalb dieses in rüttelnde Bewegung gesetzten Kastens durch-
gehende bedruckte Papier gestreut wird. Ferner sind ganz oder
teilweise ausziehbare Schieber an der Maschine vorgesehen, welche
ein streifenweises stärkeres oder schwächeres Bronzieren gestatten,
sowie die Anordnung von Bürsten, welche die von den Polier- und
Verreibungswalzen mitgenommene Bronze annehmen und in Auf-
fangkästen gelangen lassen. — 9) Die Bronziervorrichtung für Bogen
oder endloses Papier von Daniel Müller in Mannheim, D.R.P.
Nr. 66948 (Beschr. in 88, 1893 S. 206; 2, 1893 S. 225), kann
als selbstándige Maschine oder an eine Druckschnellpresse befestigt
Anwendung finden. Bei dieser Vorrichtung wird das Papier durch
eine Anzahl Treibwalzen geschoben, vom Bronzierwalzenpaare mit
Bronze aufgetragen, alsdann bei senkrechter Ab- und Aufwürts-
führung durch Einreibwalzen eingerieben, dann durch Reinigungs-
walzen von der überschüssigen Bronze befreit, wobei das Papier
auf seinem ganzen Wege durch Führungsrinnen geführt wird.