ACTAEA. — ACTINIUM. 121
ne Als Verwechslung sind die Wurzeln von Adonis vernalis zu nennen (s. d.),
| ii doch fehlen den Zellen der Mittel- und Innenrinde dieser Wurzel die dichten Quer-
key] und Schrägleisten, die man an der gleichen Stelle bei Actaea findet.
Mar In Nordamerika ist als Baneberry root die rothfrüchtige Actaea brachy-
nl petala DO. (A. americana Pursh. , A. rubra Bigel., A. spicata Mehx.) und
nn die weissfrüchtige A. alba Bigel. gebräuchlich. Auch die Beeren dieser Arten
0 sind giftig, die Blätter jedoch werden vom Weidevieh ohne Schaden gefressen.
Die Blätter von Actaea aspera Lour. dienen, da sie sehr rauh sind, in
nr Cochinchina als Poliermittel.
5 Il. Actaea racemosa L. (Cimicifuga racemosa Barton, U. Serpentaria
| Pursh., Botrophis actaeoides Rafınqu., Macrotys actaeoides Raf., M. racemosa
Eat.), Nordamerikanische oder schwarze Schlangenwurzel,
Schwindsuchtswurzel, Klapperschlangenwurzel, Black snake
root, Bugbane, Black Cohosh.
Diese, der vorigen nicht unähnliche, nur grössere, in Nordamerika in den Wäldern
von Canada bis Florida einheimische, bei uns und in England verwilderte Pflanze
Weren besitzt sehr grosse, doppelt gefiederte basale Blätter, in bisweilen gedrehte Trauben
men- vereinigte Blüthen und zweiklappige Kapseln. Das Rhizom ist in Amerika in
zen Gebrauch, bei uns als Rad. Actaeae s. Christophorianae americanae s. Cimici-
fugae Serpentariae obsolet.
alt, Morphologisch gleichen die Wurzeln denen der A. spricata, nur sind sie bis-
aut, weilen etwas heller, röther und mit mehr Blattansätzen versehen, auch deutlicher
veringelt und stärker. Der Geschmack ist ungefähr der gleiche, nur etwas schärfer
der und erheblich bitterer und adstringirend. Der Geruch ist schwach narcotisch.
rel, Im Rhizom schliesst der Holzkörper nahezu ganz zusammen oder ist doch nur
sind von wenigen Markstrahlen durchzogen. Eine Kernscheide trennt Mittel- und Innen-
lach rinde. Die Wurzeln besitzen ein centrales Gefässbündel und keine Kernscheide.
elten Die Rinde löst sich noch leichter ab als bei 4. spicata. Als Verwechslung ist das
tes; ähnlich aussehende Rhizom der 4Arntca zu nennen, doch fehlt diesem der bittere
eEYR Geschmack und der Holzkörper ist nicht so stark ausgebildet , auch anatomisch
weicht es stark ab (s. Arnica).
nt Das Rhizom enthält einen krystallisirenden gelben Körper von beissend scharfem
Geschmack (ConrAD) neben Fett, Harz, Stärke ete. Das Harz ist als Resina
ar. Cimicifugae racemosae, Cimicifugin, Maecrotin (BEACH) in Gebrauch,
zahl- Man gibt es als Antipyretieum zu 0.05—0.2 in Pillenform. Die Wurzel selbst
este, gibt man zu 0.5—4.0, als Pulver oder Decoect, am häufigsten das in den Ver. St.
Ar offieinelle Fluidextract zu 30—60 Tropfen. Tschirch.
“8 Actinia, Gattung der nicht mit Kalkskelet oder Kalkkruste versehenen, als
„lden Actiniaria bezeichneten Abtheilung der Polypen, durch mehrfache Kreise von
Fangarmen charakterisirt. Die bekannteste Art, Actinia mesembrianthemum Los
ıczen als Seeanomone eine Zierde der Seewasseraquarien, besitzt analoge Organe,
; em wie sie sich vielfach bei Medusen und Quallen finden und in dem Artikel
wie „Nesselorgane“ ausführlicher besprochen werden. Wegen der auf diesen
inde Nesselorganen beruhenden Eigenschaft dieser Aetiniarien, bei Berührung nach Art
von Urtica urens heftiges Brennen hervorzurufen, bezeichnet man sie an der mittel-
joch ländischen Küste als Seenesseln (ortica di mare, ourtie de mer). Im Uebrigen
rend, sind. sie ungiftig und dienen in Italien und Südfrankreich selbst als Nahrungsmittel.
Th. Husemann.
ne Actinium. Ein 1880 entdecktes Element, welches noch nicht völlig sicher
yestellt ist; es soll dem Lanthan einigermassen ähnlich sein und häufig im käuf-
N lichen Zink vorkommen. Das Aectiniumoxyd besitzt weisse Farbe, ist frisch gefällt
in überschüssiger Natronlauge nicht löslich und wird bei Gegenwart von Ammon-
/ salzen durch Ammoniak nicht gefällt; das Sulfid ist kanariengelb, in Essigsäure
schwer, in Mineralsäuren leicht löslich. Das Actiniumsulfid soll die merkwürdige