Full text: Deutsche Muster-Zeitung Jahrgang 1859 (8. Jahrgang 1859, Neue Folge 3. Jahrgang)

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Särberei, Druderei, Bleicherei, Appretur, Darftelung verwandter 
techniſcher und chemiſcher Erzeugniſſe. 
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Achter Jahrgang. Bene Folge TIT. Jahrgang. 
  
  
  
  
Monatlich erſcheint eine Lieferung mit Maſchinen - Zeichnungen und natürlichen Stoffmuſtern. Vierteljährliher Pränumerations - Preis 
1 Thlr. = 1 fl. 50 Nkrx. öſterr. = 1 fl. 45 kr. rhein. Alle Buchh 
andlungen und Poſtanſtalten nehmen Beſtellungen an. — Alle Zu- 
ſchriften find an die Verlagsbuchhandlung von Theobald Grieben in Berlin, Neanderſtraße No. 4, zu richten. 
  
Inhalt: Beſchreibung einer Maſchine zur Herſtellung von gummirten Zeugwaaren (mit Abbildungen). — 
Schlihtmaichine (mit Abbildungen). — Neue Schlichtmethode. — Appretux der Weißwaaren. — Ueber die 
Verwendung der Metalle im feinzertheilten Zuſtande als Dru>farbe (Argentine), mit Stoffprobe. — Ueber die e 
1859 + Darſtellung der purpur- und roſarothen Murexidfarben im Baummwollendrud. — Purpur auf Wolle mittelſt Ne 1. 
Murexid (mit Stoffprobe). — Berfahren, die wollenen und ſeidenen Gewebe mittelſt Chromoxyd ächtgrün zu 
färben. — Baumwollfärberei (mit 2 Garnproben). — Jwmitirte Stickerei dur< Dru> (mit Stoffprobe). — 
Anwendung des Waſſerglaſes. — Erläuterungen zu den Proben. — Anzeigen. 
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Beſchreibung einer Maſchine zur Herſtellung von 
gummirten Zeugwaaren. 
Bon H. Wedding. 
Mit Abbildungen auf Tafel 1. 
(Verhandl. des Vereins zur Beförderung des Gewerbefleißes in 
Preußen. 1858.) 
Um Cautſchouk auf Gewebe aufzutragen und letztere 
dadurch waſſerdicht zu machen, wird eine Maſchine in An- 
wendung gebracht, welche auf Taf. 1 abgebildet iſt: und 
zwar durch Fig. 1 im Verticaldur<ſchnitt der Länge nach, 
durch Fig. 2 in der Seitenanſicht des rehtsſeitigen Endes 
der Maſchine und dur Fig. 3 in der Stirnanſicht dieſes 
Endes. Dieſelbe beſteht aus einem langen in Eiſenblech 
ausgeführten Kaften, der dur Füße in angemeſſener Ar- 
beitshöhe unterftügt ift. Die obere Fläche dieſes Kaſtens 
iſt vollſtändig eben und ſo breit als das breiteſte Gewebe, 
welches man mit Cautſchouk verſehen will. Die beiden 
Flächen des Kaſtens ſind dur Stehbolzen gehörig ab- 
geſteiſt, um ihre parallele Entfernung ſowohl beim Dampf- 
drude, als bei der Verdichtung der Dämpfe im Innern 
zu ſichern. 
An dem einen Ende der Seitenwand iſt ein Rohr 
verſchraubt, dur<h welches Dämpfe eingelaſſen werden, ſo 
wie an der gegenüberliegenden Seite am anderen Ende 
ein anderes zur Ableitung derſelben und des Condenſa- 
tionswaſſers. Beide Röhren ſind mit Hähnen verſehen, 
um eine Regelung des Ab- und Zuführens der Dämpfe 
bewirken zu können. 
  
  
  
  
  
  
An dem vechtöfeitigen Stirnende des Kaftens ift eine 
Walze angeſchraubt, auf und mit welcher die eigentlichen 
Arbeitstheile befeſtigt ſind. Dieſelben beſtehen aus einer 
hohlen Walze A, welche cylindriſ<h abgedreht ift und mit 
ihren Hülſen in Pfannenlagern e läuft. Beide hohlen 
Zapfenenden ſind dur Platten geſchloſſen und Dur die 
eine ein Dampfzuleitungsrohr, durch die andere ein ſolches 
zum Abführen der Dämpfe geführt, ſo daß hierdur< eine 
Erhitzung der Mantelfläche dieſer Walze bewirkt werden 
kann. 
Auf dem einen Zapfenende dieſer Walze iſt das Rad B 
befeſtigt, in deſſen Zähne diejenigen eines kleineren Rades 
C eingreifen, welches auf die Welle a loſe aufgeſeßt iſt 
und die Bewegung der letzteren erſt dann mittheilt, wenn 
durch den Hebel b, der unten durd ein kleines Geſtell 
unterſtüßt und oben mit einer über die Walze A reichen- 
den Ausrückſtange € verbunden iſt, die auf der Welle auf- 
gejehobene Kuppelungsbüchfe d eine Verbindung mit der 
Naſe des kleinen Rades vermittelt hat. Die Welle a 
empſängt ihre Bewegung durch eine auf derſelben befeſtigte 
Riemenſcheibe D. 
Auf dem anderen Zapfenende der Walze A ift eben- 
falls ein kleines Stirnrad E befeſtigt, welches dur das Rad 
F die Bewegung an das Rad (6, und, da dieſes auf einer 
Welle befeſtigt iſt, auf welcher fich eine aus einem Holz- 
mantel auf gußeiſernen Ringen zuſammengeſeßte Trommel 
H befindet, au der letzteren mittheilt. 
Diefe Trommel iſt zum“ Aufrollen“ der Waaren be- 
 
	        
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