20 Bemerkungen über das Apertometer / Übersetzung].
letzteren Falle sogar ein von diesem Brennpunkt aus nach ein-
wärts gelegener — zur Koinzidenz mit dem Mittelpunkt gebracht.
Wenn nun, wie Prof. SMITH tut, das teleskopische Bild mit dem
blossen Auge beobachtet wird durch ein Schauloch am Ende eines
Tubus von vielleicht 4 Zoll [100 mm] Länge, so muß das konju-
gierte Bild dieses Schaulochs, d. h. der Scheitel der die Öffnung
bestimmenden Büschel, offenbar in einer größeren. oder geringeren
[22] Entfernung von dem Mittelpunkt zu liegen kommen, je nach
der Brennweite des in Frage stehenden Objektivs; und diese
Entfernung kann sehr beträchtlich werden bei einem schwachen
Objektiv. Die Exzentrizität des Scheitels erlaubt. nicht mehr in
jedem Falle eine genaue Ermittelung des Winkels. Wenn aber,
wie in dem Apparat von Prof. SMITH, die Strahlen von. diesem
exzentrischen Punkte durch eine sphärische Fläche in Luft über-
zugehen haben, so muß ihre Divergenz durch die Brechung an
dieser Fläche noch erheblich vermehrt werden. Mit diesem Ap-
parat will Prof, SmrtH den wahren Öffnungswinkel eines schwachen
Objektivs erhalten, wenn er entweder das Objektiv mit einem
Okular an seinem Tubus von 4 Zoll [100 mm] Länge oder das
teleskopische Bild durch ein in erheblicher Entfernung vom Ob-
jektiv befindliches Schauloch beobachtet!
Bringt man bei der Methode der teleskopischen Beobachtung
ein Hilfsmikroskop zur Anwendung (welches als terrestrisches ;
Okular wirkt), um bei Objektiven von kurzer Brennweite eine
genauere Beobachtung zu ermöglichen, so kann irgend eine Linse
von 2—4 Zoll [so—ı00 mm]. benützt werden. Wenn ‚aber das
Objektiv vorher auf die Mitte des Teilkreises mittels eines Okulars
an einem zehnzölligen [250 mm] Tubus eingestellt ist und nachher .
eine gewöhnliche Linse von 2 oder 4 Zoll [s50: oder 100 mm] a
Brennweite am Tubusauszug angebracht wird ohne irgendwelche
weiteren Vorsichtsmaßregeln, so wird das Resultat ungenau sein. 5
Denn da nun die freie Öffnung der Hilfslinse das oben be-
sprochene Kritische Diaphragma vorstellt, und da dieses Dia- -
phragma sich nur in einer Entfernung von wenigen Zoll vom
Objektiv befindet, so steht der ihm konjugierte Punkt, d. h. der U
Scheitel des Öffnungswinkels in einer erheblichen Entfernung von oO
dem gewöhnlichen Fokus des Objektivs und auch vom Mittelpunkt a
des Meßapparates, wenigstens bei einem schwachen oder mäßig
starken Objektive. Da ferner eine Linse von 2 oder 4 Zoll [50 “
oder 100 mm] gewöhnlich eine freie Öffnung von o,5 Zoll [10— a
RM