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Bohnen 33
Bildung 6, in der Flexion nur 1 Form, nad) wel- | Stängel-B. (Ph. vulgaris Z.), die ſi< an
her Zranfitiva, Intranſitiva u. Neutra gehen ; das |
Paſſivum wird durch das Hülfsverbum umſcrie- |
ben; e8 gibt 5 Modi: Indicativ , Imperativ, Con- |
junctiv, Optativ, Participium od. Transgreſſivum;
ſie werden gebildet in 3 Temporibus: Präſens,
Präteritum, Futurum; das Imperfectum ift vers
altet; jeder Modus hat 3 Perſonen u. 2 Numeri,
die Perſonen werden dur< beſondere Endungen
ausgedrüdt. Die tnflexibilen Wörter ſind: Adver-
bia (die auh comparirt werden), Präpoſitionen,
Coñjunctionen u. Interjectionen. Für die W ort-
folge gibt es keine bindenden Geſeße, als Verſtänd-
lichkeit u. Vermeidung von Zweideutigkeit. «Der
Anfang des VaterunſeLs lautet: Otée nás
genz gſi na nebejjh; poswet je gméno twé 2c.,
d. 1. Vater unſer welcher biſt in Himmeln; heilige
fi) Name dein 2c. Neueſte Grammatiken von
Negedly, Prag 1821, 1822 u. 1831; Joſ. Dos
browsfy, Prag 1809 u. 1819; von Trnka, Wien
1832; von Burian, 1840, von Koneczny, 1842
bis 1846, 2 Bde.; Ziak, 2. A. 1846; Hattala,
Srovnävacı mluvnice jazyka tesk&ho a slo-
wenskeho, Prag 1857. Wörterbücher von
Tomſo, Prag 1791; von Chmela; von Hanka, ebd.
1833 ; von Sofeph Sungmann, 1835—39, 5 Bde. ;
kon Sranto-Schumansiy, 1851.
Böhmiſche Steine, 1) echte, mancherlei Sor-
ten Edelſteine, die in Böhmen gefunden werden,
3. B. Diamanten (aus der er), Rıurbine (vom Rie-
jengebirge), bej. aber blutrothe durchſichtige Pyrope
od. Böhmiſche Granaten; 2) unechte (unechte
Diamanten), Glasfluß, od. reine Bergkryſtalle
aus Böhmen, die geſchliffen zum Schmu> verkauft
werden u. den Diamanten an Glanz u. Waſſer ſehr
ähnlich ſind.
Böhmiſcher Weiher, See bei Tauß, \. d.
Böhmiſche Weine , weiße u. rothe Weine von
Melni>, Leitmeritß, Laun, Außig, Chru-
dim 2c., werden meiſt im Lande verbraucht.
Böhmiften, Anhänger des Theoſophen Jac.
Böhm, \. d.
Bohnart, ſo v. w. Breitbeil.
Bohne, 1) (Bot.), die Pflanzengattung Phaſeo-
lus u. 2) deren Frucht, j. Bohnen; 3) mehrere
Pſlanzengattungen od. Arten, welche dur nieren-
förmig geſtaltete mehlige Früchte in Hülſen Ahn-
lichkeit mit jener haben, ſo Bgum-, Feig=, So-
ja-B. u. a.; 4) auh der Ähnlichkeit wegen die
Frucht mancher anderen Pflanzen, als: Cacao-B.,
staffee-B., Römiſche B. u. a.; 5) (Zool.), Name
einiger Conchilien, ſo: Voluta faba L., |. u. Nand-
ſhne>de; Schwarze B., Buccinum praerosum ;
Weiße B., Tellina inaequivalvis; 6) (Thierh.),
bei Pferden der {warze Sled in der Höhlung der
Krone der Vorderzähne. Vom 7. Jahre an ver-
ſhwindet dieſer Fle> bei den mittelſten 2 oberen u.
unteren Zähnen, das. Jahr darauf bei den Edzab-
nen oben u. unten. Dieſe B. iſt ſomit ein Kennzei-
hen des Alters der Pferde bis zum 8. od. 9. Jahre;
7) feiner bohnenähnlicher fleiſhiger Auswuchs im
Munde der Pferde: 8) Dünger der Schafe.
Bohnen, (Landw. u. Gärtner.), die Früchte der
verſviedenen Arten von Phaseolus. Die bei ung
onltivirten Bohnenarten unterſcheiden ſich nach der
Höhe der Pflanzen tu Siaugen- od. Stäugel- u. in
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Buſch - (Zwerg -, Krup -) B. A) Stan gen- od.
Univerfal = vorifon. 5. Aufl. II.
Stangen, Faden od. anderen Gegenſtänden ähus-
licher Art 10—15 Fuß u. no< darüber empor win-
den; Sommergewächſe u. gegen Nachtfröſte ems
pſindlich; daher erſt im Mai zu legen , lieben leih-
ten, nahrhaften, friſchen Boden, aber keinen friſchen
Dünger u. werden auf 3 Fuß breiten Beeten u. in
2 Fuß von einander entfernten Reihen angebaut.
In dieſen Entfernungen werden Bohnenſtangen,
wozu am beſten junge Kieferſtämmchen genommen
werden „ eingeſte>t, doch ſo, daß ſie denen dex ex-
ſten Reihe nicht gerade entgegen , ſondern abmech-
jelnd in gleicher Entfernung mit ihnen zu ftehen
fommen; nun werden an jever 2—3 B. in ein
Loch gelegt, hierauf die B-jtangen oben über das
Kreuz zuſammengebunden, daß ſie 1 Fuß lange
Gabeln bilden, in welche eine andere quer ge-
legte Stange befeftigt, ihnen zur Sicherung gegen
Umwerfen dur< Wind dient; es werden auch
Pyramiden gebildet, indem man in einem Kreis
B-ſtangen einſte>t u. mit den oberen Enden vers
bindet, dann eben fu die B. um die Stangen legt;
od. man zieht au< B. an Geländern, Wänden u,
Lauben, um lettere zu beſchatten. Die B. liebt
Behacken u. Behäufeln. Nach Farbe der Bliüthep
u. Früchte unterſcheidet man: a) Türkiſche od.
Feuer-B. (Phas. vulgaris coccineus L.), die
jedoch den neueren Botanikern als eigene rt (Phas,
coccineus Willd., Ph. multiflorus Lowv.), gilt,
hat ſcharlachrothe Blumen in Trauben u. {<warz
od. |hmwarz u. violett geflammten Samen; b) Ge-
meine od. Wälſche B., bliiht (wie die übrigen)
weiß od. blaßblau, hat weißen Samen ; Schwert
od. Sâbel-B., durch ſehr lange Schoten (bis 12
Zoll bei 12, Zoll Breite) ausgezeichnet; d) Eng-
hide Mart-B. mit diefleiihiger Schale, ganz
markig, doch leicht ausartend ; e) Karthäuf er-B.,
mit runder, mattweißer Schale u. rothbraunen od.
Ihmusiggrünen Samen, fein u. zart; H) Spar-
gel-B., mit etwas gefle>ten Schoten, blutrothen
runden Samen uU. einem weißen Auge; 2) Zuder-
B., mit höcterigen Hülſen , rundlichen rothen, au<
gelben u. weißen Samen; h) Rothſchalige B.,
mit hochrothen, gelb ſchattirten Schoten, erbſenför-
migen u. dunkelroth in hellroth geſtreiften u. punf-
tirten Samen; D Borzellan-#,, mit efelsgrauem
Samen u. einem braunen Reif ums Auge; k)
Wahs-B. mit gelber Schale bei der Reife u.
Ihwarzblauen Samen; u. wiele andere Arten. Ganz
neue Sorten ſind: Duttlinger B. u. mehrere Sor-
ten Rieſen-B. Alle bliïben u. tragen Früchte bis zum
ſpäten Herbſt. B) Zwerg-B. (Phas. nanus LI;
von nur 13 Fuß Höhe; haben no< mehr Abarten
als vorige, die ſich beſ. dur<h Farbe des Samens
unterſcheiden; ſie werden gewöhnlich in Reihen
gelegt; in Treibebeeten können ſie als Früh-B.
gewonnen werden; bei. die engliſchen, weiße
blühend mit hochgelben Erbſenſamen u. weißem
‘Auge; die {warze u. weiße Perl- u. die weiße
Treib-B. Sie tragen iiberhaupt nicht jo reichlich
wie Stängel-B.; doch find fie leichter zu cultiviren,
C) Abarten der Stängel-B., die aber niedrig blei-
ben, ſind die kleine weiße Erbs-B. (Phas.
germanicus) u. die {warze B., erſtere wird
mit Vortheil auf Äckern, au< unter Stängel-B.,
beſ. in der Gegènd vou Erfurt gebaut u. wie Erb-
ſen ausgedroſhen, das Stroh iſt ein gutes Schaf-
futter; letztere iſt ſebr ertragreih, anfehnlich u,
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