Full text: Bodmerei - Chimpansee (3. Band)

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Bildung 6, in der Flexion nur 1 Form, nad) wel- | Stängel-B. (Ph. vulgaris Z.), die ſi< an 
her Zranfitiva, Intranſitiva u. Neutra gehen ; das | 
Paſſivum wird durch das Hülfsverbum umſcrie- | 
ben; e8 gibt 5 Modi: Indicativ , Imperativ, Con- | 
junctiv, Optativ, Participium od. Transgreſſivum; 
ſie werden gebildet in 3 Temporibus: Präſens, 
Präteritum, Futurum; das Imperfectum ift vers 
altet; jeder Modus hat 3 Perſonen u. 2 Numeri, 
die Perſonen werden dur< beſondere Endungen 
ausgedrüdt. Die tnflexibilen Wörter ſind: Adver- 
bia (die auh comparirt werden), Präpoſitionen, 
Coñjunctionen u. Interjectionen. Für die W ort- 
folge gibt es keine bindenden Geſeße, als Verſtänd- 
lichkeit u. Vermeidung von Zweideutigkeit. «Der 
Anfang des VaterunſeLs lautet: Otée nás 
genz gſi na nebejjh; poswet je gméno twé 2c., 
d. 1. Vater unſer welcher biſt in Himmeln; heilige 
fi) Name dein 2c. Neueſte Grammatiken von 
Negedly, Prag 1821, 1822 u. 1831; Joſ. Dos 
browsfy, Prag 1809 u. 1819; von Trnka, Wien 
1832; von Burian, 1840, von Koneczny, 1842 
bis 1846, 2 Bde.; Ziak, 2. A. 1846; Hattala, 
Srovnävacı mluvnice jazyka tesk&ho a slo- 
wenskeho, Prag 1857. Wörterbücher von 
Tomſo, Prag 1791; von Chmela; von Hanka, ebd. 
1833 ; von Sofeph Sungmann, 1835—39, 5 Bde. ; 
kon Sranto-Schumansiy, 1851. 
Böhmiſche Steine, 1) echte, mancherlei Sor- 
ten Edelſteine, die in Böhmen gefunden werden, 
3. B. Diamanten (aus der er), Rıurbine (vom Rie- 
jengebirge), bej. aber blutrothe durchſichtige Pyrope 
od. Böhmiſche Granaten; 2) unechte (unechte 
Diamanten), Glasfluß, od. reine Bergkryſtalle 
aus Böhmen, die geſchliffen zum Schmu> verkauft 
werden u. den Diamanten an Glanz u. Waſſer ſehr 
ähnlich ſind. 
Böhmiſcher Weiher, See bei Tauß, \. d. 
Böhmiſche Weine , weiße u. rothe Weine von 
Melni>, Leitmeritß, Laun, Außig, Chru- 
dim 2c., werden meiſt im Lande verbraucht. 
Böhmiften, Anhänger des Theoſophen Jac. 
Böhm, \. d. 
Bohnart, ſo v. w. Breitbeil. 
Bohne, 1) (Bot.), die Pflanzengattung Phaſeo- 
lus u. 2) deren Frucht, j. Bohnen; 3) mehrere 
Pſlanzengattungen od. Arten, welche dur nieren- 
förmig geſtaltete mehlige Früchte in Hülſen Ahn- 
lichkeit mit jener haben, ſo Bgum-, Feig=, So- 
ja-B. u. a.; 4) auh der Ähnlichkeit wegen die 
Frucht mancher anderen Pflanzen, als: Cacao-B., 
staffee-B., Römiſche B. u. a.; 5) (Zool.), Name 
einiger Conchilien, ſo: Voluta faba L., |. u. Nand- 
ſhne>de; Schwarze B., Buccinum praerosum ; 
Weiße B., Tellina inaequivalvis; 6) (Thierh.), 
bei Pferden der {warze Sled in der Höhlung der 
Krone der Vorderzähne. Vom 7. Jahre an ver- 
ſhwindet dieſer Fle> bei den mittelſten 2 oberen u. 
unteren Zähnen, das. Jahr darauf bei den Edzab- 
nen oben u. unten. Dieſe B. iſt ſomit ein Kennzei- 
hen des Alters der Pferde bis zum 8. od. 9. Jahre; 
7) feiner bohnenähnlicher fleiſhiger Auswuchs im 
Munde der Pferde: 8) Dünger der Schafe. 
Bohnen, (Landw. u. Gärtner.), die Früchte der 
verſviedenen Arten von Phaseolus. Die bei ung 
onltivirten Bohnenarten unterſcheiden ſich nach der 
Höhe der Pflanzen tu Siaugen- od. Stäugel- u. in 
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Buſch - (Zwerg -, Krup -) B. A) Stan gen- od. 
Univerfal = vorifon. 5. Aufl. II. 
Stangen, Faden od. anderen Gegenſtänden ähus- 
licher Art 10—15 Fuß u. no< darüber empor win- 
den; Sommergewächſe u. gegen Nachtfröſte ems 
pſindlich; daher erſt im Mai zu legen , lieben leih- 
ten, nahrhaften, friſchen Boden, aber keinen friſchen 
Dünger u. werden auf 3 Fuß breiten Beeten u. in 
2 Fuß von einander entfernten Reihen angebaut. 
In dieſen Entfernungen werden Bohnenſtangen, 
wozu am beſten junge Kieferſtämmchen genommen 
werden „ eingeſte>t, doch ſo, daß ſie denen dex ex- 
ſten Reihe nicht gerade entgegen , ſondern abmech- 
jelnd in gleicher Entfernung mit ihnen zu ftehen 
fommen; nun werden an jever 2—3 B. in ein 
Loch gelegt, hierauf die B-jtangen oben über das 
Kreuz zuſammengebunden, daß ſie 1 Fuß lange 
Gabeln bilden, in welche eine andere quer ge- 
legte Stange befeftigt, ihnen zur Sicherung gegen 
Umwerfen dur< Wind dient; es werden auch 
Pyramiden gebildet, indem man in einem Kreis 
B-ſtangen einſte>t u. mit den oberen Enden vers 
bindet, dann eben fu die B. um die Stangen legt; 
od. man zieht au< B. an Geländern, Wänden u, 
Lauben, um lettere zu beſchatten. Die B. liebt 
Behacken u. Behäufeln. Nach Farbe der Bliüthep 
u. Früchte unterſcheidet man: a) Türkiſche od. 
Feuer-B. (Phas. vulgaris coccineus L.), die 
jedoch den neueren Botanikern als eigene rt (Phas, 
coccineus Willd., Ph. multiflorus Lowv.), gilt, 
hat ſcharlachrothe Blumen in Trauben u. {<warz 
od. |hmwarz u. violett geflammten Samen; b) Ge- 
meine od. Wälſche B., bliiht (wie die übrigen) 
weiß od. blaßblau, hat weißen Samen ; Schwert 
od. Sâbel-B., durch ſehr lange Schoten (bis 12 
Zoll bei 12, Zoll Breite) ausgezeichnet; d) Eng- 
hide Mart-B. mit diefleiihiger Schale, ganz 
markig, doch leicht ausartend ; e) Karthäuf er-B., 
mit runder, mattweißer Schale u. rothbraunen od. 
Ihmusiggrünen Samen, fein u. zart; H) Spar- 
gel-B., mit etwas gefle>ten Schoten, blutrothen 
runden Samen uU. einem weißen Auge; 2) Zuder- 
B., mit höcterigen Hülſen , rundlichen rothen, au< 
gelben u. weißen Samen; h) Rothſchalige B., 
mit hochrothen, gelb ſchattirten Schoten, erbſenför- 
migen u. dunkelroth in hellroth geſtreiften u. punf- 
tirten Samen; D Borzellan-#,, mit efelsgrauem 
Samen u. einem braunen Reif ums Auge; k) 
Wahs-B. mit gelber Schale bei der Reife u. 
Ihwarzblauen Samen; u. wiele andere Arten. Ganz 
neue Sorten ſind: Duttlinger B. u. mehrere Sor- 
ten Rieſen-B. Alle bliïben u. tragen Früchte bis zum 
ſpäten Herbſt. B) Zwerg-B. (Phas. nanus LI; 
von nur 13 Fuß Höhe; haben no< mehr Abarten 
als vorige, die ſich beſ. dur<h Farbe des Samens 
unterſcheiden; ſie werden gewöhnlich in Reihen 
gelegt; in Treibebeeten können ſie als Früh-B. 
gewonnen werden; bei. die engliſchen, weiße 
blühend mit hochgelben Erbſenſamen u. weißem 
‘Auge; die {warze u. weiße Perl- u. die weiße 
Treib-B. Sie tragen iiberhaupt nicht jo reichlich 
wie Stängel-B.; doch find fie leichter zu cultiviren, 
C) Abarten der Stängel-B., die aber niedrig blei- 
ben, ſind die kleine weiße Erbs-B. (Phas. 
germanicus) u. die {warze B., erſtere wird 
mit Vortheil auf Äckern, au< unter Stängel-B., 
beſ. in der Gegènd vou Erfurt gebaut u. wie Erb- 
ſen ausgedroſhen, das Stroh iſt ein gutes Schaf- 
futter; letztere iſt ſebr ertragreih, anfehnlich u, 
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