Full text: Kritische Grundlegung des Transcendentalen Realismus

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wegen ihrer Form der Zeitlichkeit selbst nur als Erscheinung, in 
oder wählen wir jetzt den passenderen Ausdruck: als Schein zu Wu: 
betrachten sei. Nun existirt der Traum nicht einmal mehr als que 
Act des Träumens, nun besteht der Traum ohne Träumer nicht ZW 
mehr wirklich, nun träumt er bloss noch sein eigenes Dasein, ver 
nun wird es zum Traum, dass ein Traum sich fortspinne. Der Schein ker 
scheint nicht mehr in Wahrheit, er scheint bloss noch zu scheinen. Sei 
Die absolute Realität, mit welcher das Gegebensein des Scheines als 
als solchen uns imponiren wollte, ist zerstreut; wir begreifen, dass fası 
es eine letzte, unzerstörbare Illusion ist, an diese absolute Realität die 
des Scheines zu glauben; wir sehen ein, es sei illusorisch zu den 
meinen, der Schein scheine, da er doch nur zu scheinen scheint, d. 
wir entdecken endlich den Begriff des absolnten Scheins, tior 
welcher nicht einmal eine Wirklichkeit seiner Function des Schei- Ide 
nens zulässt. Dass der Schein sich nicht leugnen lässt, ist richtig, erk 
aber dass es nur ein falscher Schein sei, dass er existire, auch Zum 
nur als Schein existire, ist bewiesen. Wovon nicht loszukommen sult 
ist, ist die erkenntnisstheoretische Illusion, aber dass es nur Illu- nOoC 
sion ist, dass nicht davon loszukommen sei, ist gewiss. bew 
Hiermit erst haben wir die letzte Consequenz der erkenntniss:- sei 
theoretischen Prineipien Kant’s gezogen. Die Unhaltbarkeit des erk 
transcendentalen Objects machte den transecendentalen Idea- We 
lismus zum subjectiven Idealismus, Subjectivismus oder Solipsis- MO! 
müs, die Unhaltbarkeit des transcendentalen Subjects machte hal 
diesen zum reinen Bewusstseinsidealismus, die Unhaltbarkeit bek 
der Realität des Vorstellungsactes vollendet diesen zum abso- Zu 
luten Illusionismus. Mit dem ersten Schritt büssten wir die des 
Welt der materiellen und geistigen Dinge an sich (mit alleiniger nis] 
Ausnahme des Ich an sich) ein, und sahen das Universum zur lag 
subjectiven Bestimmung des einzigen, einsamen Ich herabgesetzt; nur 
mit dem zweiten Schritt kam uns das Ich an sich abhanden, und und 
das Weltall wurde zu einer sich selbst tragenden Perlenschnur gef 
bewusster Vorstellungen; mit dem dritten Schritte zerreisst auch es 
dieser dünne Faden, und der Wahnsinn des eine Welt sehei- möÖöf 
nenden. Nichts gähnt uns an. lisn 
Die streng logische Consequenz jedes erhenntnisstheoretischen gen 
Idealismus, der nicht durch einen erkenntnisstheoretischen Realismus ger
	        
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