Inkunabeln a3
racht, Presse und was damit zusammenhing, anzuschaffen und druckten
‚1480 als Briefmaler mit Holzstöcken weiter.
Der Buchdruck, von seiner kaufmännischen Seite aus betrach-
aus- tet, war eben wegen dieser großen Anschaffungskosten nicht sehr
ypen- einträglich und nährte seinen Mann nur, wenn er geldkräftig
von genug war, die schwere Konkurrenz auszuhalten, wenn er Hervor-
a der ragendes leisten konnte, was nicht leicht nachzuahmen und nach-
rinzip zudrucken war. In den ersten Jahren hatten die noch wenig
ı den zahlreichen Druckerfirmen auch materiellen Erfolg, dann aber, be-
z, die sonders von den achtziger Jahren an, nahmen die Geldschwierig-
Nach- keiten und Fallissements unter den Buchdruckern überhand, und
Ver- mancher von ihnen mußte wegen Schulden vom Schauplatz seiner
n un- Tätigkeit verschwinden.
ı mit Von Gutenbergs ständigen Geldverlegenheiten haben wir oben
° und gehört, doch liegt bei ihm die Sache anders. Gutenberg war über-
aupt- haupt ein schlechter Geschäftsmann und gab alles Geld, das er in
erfen, seine Hände bekam, nur für seine kostspieligen Versuche aus.
lichst Zu einem materiellen Erfolge kam er trotz seiner künstlerischen
Wett- Erfolge nicht, da ihn der bekannte Streit im entscheidenden Mo-
r ge- ment in den Prozeß mit seinem Geschäftsgenossen stürzte.
ı ver- Aber auch viele andere gerieten in ihrem Geschäft in Geldver-
art. legenheit und Schulden. Michael Wenssler mußte Basel wegen
man Geldschwierigkeiten verlassen, Martin Flach arbeitete zunächst
vom mit Erfolg, seit den achtziger Jahren aber nahm sein Wohlstand
Ssen- bedeutend ab, Peter Kollicker geriet in Geldschwierigkeiten, Jo-
tänd- hann von Besicken arbeitete mit Verlust, Kilian Fischer wurde
dem wegen Schulden verklagt, Konrad Dinckmut mußte sein Haus ver-
Nürn- kaufen und mehrere Bücher, die er druckte, verpfänden. Lienhart
ıs in Holle wurde 1484 Schulden halber aus Ulm verwiesen und mußte
rard, die Typen dem Johann Reger in Pfand geben, Moriz Brandis
Paris flüchtete aus Leipzig, da er von seinen Gläubigern bedrängt
st an- wurde, auch Johann Zainer mußte 1493 Ulm wegen Schulden ver-
lassen usw. Wohl trugen in manchen dieser Fälle andere Verhält-
Hol- nisse mit die Schuld, aber schlechter Geschäftsgang war immer
lange die Hauptursache.
wohl Andere Firmen dagegen blühten dauernd. Es waren vorzugs-
‚ die weise große Firmen, die entsprechenden materiellen Hinterhalt