Object: Grundzüge der Geschichte der Chemie

Entwickelung der physikalischen Chemie. 103 
ı das sechs und vier eine grundsätzliche Rolle dabei spielen, hat 
ten, seinen Grund in den räumlichen Verhältnissen, indem die Sechs 
; Ge- einer oktaedrischen Anordnung, die Vier einer symmetrischen 
egg Lagerung in der Ebene entspricht. Die Koordinationszahl steht 
ganz also in nächster Beziehung zu dem Raum, den die Atome ein- 
_ an- nehmen und hat mit der eigentlichen Valenz, die ausserdem 
‚ da- ungeändert bestehen bleibt, nichts zu tun. Durch die speziellen 
nme Valenzkräfte können noch weiter Atome oder Atomgruppen 
rtig- gebunden werden, die aber nicht in der gleichen Zone liegen 
Sv- wie die Atome an den Koordinationsstellen, sondern ausser- 
halb in einer zweiten Zone. 
alle Werner war mit Hilfe seiner Betrachtungen nicht nur 
bei befähigt, die zahlreichen von ihm und anderen gefundenen 
Leit- Metalladditionsverbindungen zu deuten, sondern es ist ohne 
wir Frage, dass die Klassifizierung der Komplexverbindungen auf 
Din- dem Boden seiner Theorie eine allgemeine Lösung gefunden 
tall- hat, woran die Tatsache nichts ändert, dass wie bei allen Syste- 
ı an matisierungen auch seine Auffassung nicht ohne berechtigte 
inen Einsprüche geblieben ist. Sicherlich besteht die Wernersche 
von Annahme von der Raumerfüllung der Atome zu Recht, und 
ner es ist ihm gelungen, der Stereochemie des Kohlenstoffs nach 
ihm van ’t Hoff und Le Bel eine Stereochemie der Metall- 
Ss ist verbindungen an die Seite zu stellen. 
Iche 
N C. Entwickelung der Physikalischen Chemie. 
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ssig So grossartig die Ergebnisse sind, welche die experimen- 
das telle Chemie auf dem Boden der angeführten Vorstellungen 
enNZ- gewonnen hat, so ist es doch nicht zu verkennen, dass dieser 
tom gesamte Strom chemischer Arbeit nur eine bestimmte Seite 
me der Probleme behandelt, welche zu der Chemie als der Lehre 
nen vom Stoffe gehören. Die bisher geschilderte Entwickelung 
nur vom Beginne des neunzehnten Jahrhunderts an beschränkt 
und sich in erster Linie auf die Kenntnis derjenigen homogenen 
als Gebilde, deren Zusammensetzung sich nach dem Gesetze von 
ılen den konstanten und multiplen Proportionen deuten lässt. Da-
	        
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