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Metalle außer Eisen.
Anmerkung: Gewöhnlich enthält der mittels H,O, erhaltene
Niederschlag, nach Wyrouboff und Verneuil (Compt. rend. 126, 340;
1898) von der Zusammensetzung Th,O,.N,O;, eine sehr kleine Menge
von Ce als Peroxyd; um ihn hiervon zu befreien, löst man ihn nach
dem Auswaschen in HNO,, dampft zur Trockne usw. und fällt
nochmals.
Da selbst bei sehr vorsichtigem Erhitzen des getrockneten Nieder-
schlages zum Zwecke der Umwandlung in ThO, leicht Verlust durch
Verstäuben eintritt, ist es besser, den ausgewaschenen Niederschlag
mit wenig Wasser in eine Schale zu spritzen, ihn darin mittels einer
Mischung von 2 ccm konz. H,SO, und 3 ccm Wasser, in dem 2 g Jod-
ammonium gelöst sind, aufzulösen und die Lösung durch das benutzte
Filter zu gießen. Durch das Jodammonium wird das Verspritzen bei der
Auflösung verhindert. Nunmehr fällt man das Thor aus der verdünnten
Lösung durch Ammoniak als Hydroxyd, wäscht aus, trocknet, glüht
und wägt als ThO,. —
Nach Umfrage in maßgebenden Laboratorien wird die Thiosulfat-
Methode *) von Hintz und Weber allgemein angewendet.
Thoriumnitrat. Gute Handelsware stellt eine trockene krümelige
Salzmasse von weißer Farbe dar, die beim starken Glühen 47—49 Oo
schneeweißes und sehr voluminöses Thoroxyd hinterlassen soll. Das
Präparat kommt sehr rein in den Handel; nicht selten enthält es
minimale Mengen anderer seltener Erden, gewöhnlich auch Spuren
von Eisenoxyd, Kalk, Magnesia, Alkalien und Schwefelsäure.
Tantal. 2)
Durch die Anwendung des reinen, zu feinsten Drähten (bis 0,03 mm)
ausgezogenen Metalls zur Fabrikation von Lampen für elektrische Be-
leuchtung (Tantallampen von Siemens & Halske) haben die an Tantal
reichsten Mineralien, namentlich der Tantalit, technische Bedeutung
erlangt, und sie kommen deshalb auch zur Untersuchung in technischen
Laboratorien. Der Tantalit, im wesentlichen Ferrotantalat (FeO. Ta,Os),
enthält wechselnde Mengen von MnO, auch ist gewöhnlich ein Teil
der Tantalsäure darin durch Niobsäure vertreten.
(Umfassende Ausführungen über die Tantalerze und ihr Vorkommen,
die Darstellung, die Eigenschaften und die Verwendung des "F’antals
gibt P. Breuil in Le Genie Civil 57,, und 25; Österr. Zeitschr. f. Berg-
u. Hüttenwesen 57, 27 und 45; 1909. Siehe auch: Mineral Industry,
XVIT, 1908 (New York 1909), S. 799—805, über denselben Gegenstand.)
*) Nach den Erfahrungen von Hauser u. Wirth (Zeitschr. f. angew.
Chem. 22, 484; 1909, „Thor in Monazitsand‘) kann das Thor mit völliger
Sicherheit von den dreiwertigen Erden nur durch Kochen seiner Lösungen mit
Thiosulfat befreit werden. Nach zweimaliger Ausfällung mittels dieses Reagenses
ist der Niederschlag vollkommen rein.
?) F. P. Treadwell, Anal. Chemie 1, 442—444; 1908; Muspratts
Technische Chemie, IV, Aufl. 6, 1337ff,; Classen, Ausgew. Methoden,
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