Full text: Die Holzbeizkunst oder Holzfärberei in ihrem ganzen Umfange, nebst den besten aus der Erfahrung geschöpften Mitteln, die geheizte Holzarbeit nicht allein wesentlich zu verschönern, sondern auch in diesem Zustande möglichst zu erhalten

   
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g. 21. 
Auch die Zweige und Blätter dürfen von 
einer genauen Beobachtung nicht ausgefchloffen bleis 
ben. Ein lebhaftes und ſtroßendes Anſehen derſelbin, 
vorzüglich im Gipfel, läßt auf. die geſunde Beichafs 
fenheit der Holzpflanze allerdings mit Zuverficht eis 
nen Schluß machen. Wenn dagegen die Blätter 
eine bleiche, abgeſtorbene Farbe an ſich tragen, zu: 
fammengefchrumpft erſcheinen, nicht “die gehörige 
Größe und Ausbildung haben und fehon früh im 
Herbfte, ohne vorhergegangene Reife und Fröſte, abs 
fallen; wenn die Aeſte im-Gipfel oder in der Kro. e 
überhaupt zu trauern ſcheinen oder ganz oder auch 
nur zum Theil abzuſterben anfangen, ihre eigene Laſt 
niht ertragen können, ſondern gleichſam dahingeſun- 
ı Ten ohne Kraft und Energie ein hängendes, mattes, 
hinfallendes Bild geben: fo find dieſes utitrügliche 
Zeichen, daß ſolhe Bäume nicht in dem gehörigen 
Zuſtande von Geſundheit ſi befinden, bald mehr 
bald weniger leiden und daß man. große Urſache habe, 
die geſunde Beſchaffenheit des Holzes zu bezweifeln. 
$. 22. 
; Außer diefen in die Augen fallenden Umftänden 
laßt fich die geſunde oder kranke Beſchaffenheit eines 
Baumes auch noch durch andere Mittel in Erfah: 
rung bringen. Geſunde Stämme nämlich geben eis 
nen reinen, hellen, Elingenden Ton von fih, wenn 
fie mit dem Kolben der Holzart, ‚mit eihem eifernen 
Hammer, oder noch beſſer mit einem hölzernen Schlä- 
gil flark angefchlagen werden. Jenes if aber nicht 
‘der Fall, wenn der Baum“ kernfaul oder in ſeinem 
Innern hohl iſ; man fann daher aus dem Daſeyn 
oder dem Mangel des Klanges ſchr bald von dex ges 
junden oder krankeu Beſchaffenheit des Holzes eine 
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