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Nutzen der Dezentralisation—
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die große Masse der Genossen in hocherfreulicher Weise ihre Pflicht und
chuldigkeit gegen die Genossenschaft getan hat. Ich lege namentlich Wert
darauf, auszusprechen, daß die Befürchtungen, welche ich auf
die Liquidität der mit großen Spareinlagen arbeitenden Baugenossenschaften
gehegt hatte, durch die Vorgänge des vergangenen Jahres nicht bestätigt
worden sind.“
Er sagt dann weiter: —
„Wir haben durch eine Anzahl von Ermittlungen festgestellt, daß der
pirtschaftliche Vorteil dieser Lande und Viehwirtschaft, mag sie noch so
klein sein, doch ein verhältnismäßig beträchtlicher ist. Die Bestellung des
Landes und die Wartung des Viehes in der Freizeit, welche für die Leute
nicht so sehr eine Arbeit als eine Erholung und ein gesundes Gegengewicht
gegen die Tätigkeit in der Fabrik bildet, und die Verwertung aller Reste
und Abfälle, die der Haushalt abwirft, sowie allen im Hause erzeugten
Düngers, ergeben volkswirtschaftliche Werte, die sonst überhaupt nicht in
die Erscheinung treten würden. Vergleicht man die Selbstkosten, die de
kleine Land⸗ und Viehwirtschaftsbetrieb erfordert, mit den Preisen, welche
der Arbeiter für Kartoffeln, Gemüse, Milch und die vom Schwein ge⸗
wonnene Ware sonst an den Händler und Schlächter zahlen muß, so ergibt
sich ein Vorteil, der nach der Größe des Landes, sowie nach dem Fleiß
und der Geschicklichkeit der Familie und nach den Verhältnissen der be—
treffenden Ortschaft sich zwischen 100 und 250 Mark hält; ein reiner Gewinn,
der die Lebenshaltung der Arbeiterfamilie nicht unwesentlich verbessert und
in vielen Fällen das Sparen möglich macht.“ A —
Sehr richtig ist, was Landrat Berthold in bezug auf die Kinderzahl in
diesen ländlichen Heimstätten sagt: —
Für den Arbeiter auf dem platten Lande sind die Kinder ein werbendes
Kapital. Sie können von ganz klein auf in der Landwirtschaft mithelfen
nd nützlich sein. Für den städtischen und gewerblichen Arbeiter sind die
Kinder ein zehrendes Kapital. Bei der halbländlichen Ansiedlung der ge⸗—
werblichen Arbeiter ist nach so vielen Richtungen hin die Möglichkeit ge—
geben, daß das Kind selbst in der Zwerglandwirtschaft und Zwergviehwirt⸗
schaft Hilfe leistet und sich nützlich macht, daß solche Arbeiterfamilien sich
den Luxus des Kinderreichtums schon eher erlauben können. Tatsächlich
haben die Erhebungen, die bei uns in der Frage des Geburtenrückganges
angestellt wurden, einwandfrei den Nachweis erbracht, daß in unseren In—
dustrieorten die Geburtenziffer nicht wie in den Städten im Rückgange be⸗
griffen war, sondern sich gehalten hatte, stellenweise soggr — da, wo die
gewerblichen Arbeiter auf größerem Besitz hatten angesiedelt werden können