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Grundlagen,
nehmen und verarbeiten zu können, und ist noch Betriebswasser
übrig, so schließen wir an einer anderen Stelle des Wasserbeckens
oder des Leitungskanals, der das Oberwasser zuführt, eine Leitung 5
an und führen durch diese Leitung der stärkeren Maschine, die un-
mittelbar über dem Unterwasserspiegel angebracht ist, den Wasser-
druck zu.
Bei der elektrischen Anlage nach Abb. 88 finden wir hierzu die
vollkommenste Analogie. Der Oberwasserkanal wird zur elektrischen
Leitung von 220 Volt Spannung, die die Elektrizität von der Strom-
quelle heranführt. Zwischen diese Leitung und die Rückleitung, in
der die Spannung 0 herrscht, sind die Bogenlampen I bis V geschaltet,
die jede 40 Volt, zusammen also 5 > 40 = 200 Volt Spannung weg-
nehmen. 20 Volt bleiben übrig, und um diese Spannung zu ver-
nichten, lassen wir den Strom — ebenso wie dort durch ein enges
Rohr — durch einen dünnen Draht hindurchtreten, der vielfach ge-
wunden ist, so daß er die nötige Länge erhält und dem elektrischen
Strom den erforderlichen Widerstand bietet. Der Draht wird natür-
lich heiß, da die ganze elektrische Energie sich in Wärme ver-
wandelt.
Eine Glühlampe, die 220 Volt vertragen kann, legen wir durch
den Draht B unmittelbar zwischen die beiden Leitungen; stehen aber
nur Glühlampen für 110 Volt Spannung zur Verfügung, so müssen
wir, wie bei C in Abb, 88, zwei Lampen hintereinander schalten, von
denen die eine die ersten 110 Volt und die andere die zweiten
110 Volt verbraucht. ;
Die Dynamomaschine ist die Pumpe, die die 220 Volt-Leitung
immer mit frischem Strom versorgt und zu der der verbrauchte,
spannungslose Strom wieder zurückgeführt werden muß, um aufs
neue auf die hohe Spannung hinaufgepumpt zu werden. Zwischen
diese beiden Leitungskanäle können nicht nur die drei Leitungen 4,
B und C, sondern beliebig viele parallele Leitungen für Bogenlampen
und Glühlampen geschaltet werden, außerdem Elektromotoren für
Werkstätten, Straßenbahnwagen usw. Nur ist dafür zu sorgen, daß
die Dynamomaschine auch genügend Strom liefern kann, und wenn
die eine Maschine nicht mehr ausreicht, so muß sie eine zweite Ma-
schine zur Hilfe erhalten. Reicht z. B. in dem Falle, der auf S, 64
untersucht war, die Wasserkraft nicht aus, um die ganze Arbeit zu
leisten, so kann eine Dampfmaschine hinzugenommen werden, vor-
ausgesetzt, daß die Kohle an dem betreffenden Orte nicht zu teuer
zu stehen kommt. Die Berechnung auf S. 64 zeigt deutlich. was sich
mit den vorhandenen Mitteln leisten läßt.
Sehr oft kommt es vor, daß die Elektrizität nicht an dem Orte
erzeugt wird, wo sie verbraucht werden soll. sondern unter Umständen