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Summerspule. Das Wesentliche dieser Einrichtung besteht
darin, die Ladewicklung des Magnetzünders mit Strom aus einer
fremden Stromquelle zu beschicken. Dieser Strom wird entweder
beim Herunterdrücken des Anlasserdruckknopfes oder beim Ein
stecken der ‚Andrehkurbel geschlossen. Die Schaltanordnung in Ver
bindung mit dem Anlasser geht aus Abb. 167 hervor. Sobald der An.
laßschalter Sch den Stromschluß zu dem Anlasser AM ı herstellt,
fließt bei offenen Unterbrecherkontakten U des Magnetzünders durch
die Summerspule S und die Ladespule des Magnetankers Strom. Der
Eisenkern der Summerspule zieht den Unterbrecherkontakt Us an
und unterbricht den Strom. Die Summerspule wird nunmehr strom.
los und. der Unterbrecherkontakt Us wird durch eine Rückzugfeder
geschlossen. Es fließt erneut Strom durch die Ladewicklung des
Magnetzünders. Dieses Spiel wiederholt sich in rascher Zeitfolge mit
der Wirkung, daß die Ladewicklung des Magnetzünders einen pul
sierenden Gleichstrom erzeugt, der durch den Verteiler des Magnet.
zünders zu den Zündkerzen geleitet wird. Die Magnetwicklungen
dienen bei dieser Einrichtung als Induktionsspule. Ist der Unter.
brecherkontakt U des Mi
gnetzünders offen, so fließt
der Strom aus dem Samm-
ler nicht über die Lade
wicklung, sondern zur Masse
zurück. Die Summerspule
kann getrennt vom Zünder
an irgendeiner Stelle des
Fahrzeuges eingebaut wer
den, oder sie ist nach einer
Ausführung der Robert
Bosch G. m. b. H.*) in den
Abschlußdeckel des Unter
brechergehäuses eingefügl.
Bei der Summerspule ist zu
beachten, daß der Summer
strom Gleichstrom ist. Et
erzeugt während einer Umdrehung des Magnetankers ein Feld, das
einmal dem Erregerfeld des Zündmagneten gleichgerichtet und ander
mal entgegengesetzt gerichtet ist. Es kann dadurch unter Umständen
der Dauermagnet entmagnetisiert werden. Um diese schädliche Wirkung
abzuschwächen, schaltet man einen Widerstand in die Kurzschlußlei
tung des Magnetzünders, in welche die Summerspule eingeschaltet ist.
so daß die Stromstärke, die durch die Ladewicklung fließt, auf einen
unschädlichen Wert herabgemindert wird. Ein anderes Mittel besteh'
darin, den Zusatzstromkreis parallel zu dem Zünderstromkreis zu schal
ten und einen Gleichrichter vorzusehen, so daß stets nur gleichgerichtete
Spannungswellen zusammenwirken. Die Wirkung kann hierbei außer
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‘“\ Der Zündungsverstärker „Bosch-Zünder“. 1921. Heft 5.