§. 11.
Insgemein wird die Knopfform blos mit kamel-
haarnen, seidenen oder halbseidenen Faden bekleidet
und diese Art der Knöpfe ist die gewöhnlichste und
wohlfeilste.
Zu diesen Knöpfen laßt sich der Knopfmacher je
derzeit von dem Drechsler Knopfformen drehen, die
nach der Mode und den verschiedenen Mustern oben
bald rund, bald platt, bald hohl sind. Gemeiniglich
werden diese Formen aus Eichenholz gedreht und der
Drechsler färbt oder beizt sie mit eben der Farbe,
die der Knopfüberzug erhalten soll, damit die Form
nicht durch den Ueberzug durchschimmert. Zu mehre
rer Befestigung dieser Bekleidung ist in dem Mittel
punkt der Form ein Loch.
Zuweilen bedient man sich in einigen einzelnen
Fällen der Knopfformen von Knochen.
ß. 12.
Wenn nun der Knopfmacher die Formen nach
Beschaffenheit des Musters bei der Hand hat, muß
er auch zur Bekleidung derselben einen Faden wäh
len, der gerade die Farbe des Kleids, wozu die Knöpfe
bestimmt sind, hat. Das Muster, welches der Knopf
erhalten soll, muß gleichfalls vorläufig festgesetzt seyn
und deshalb hat der Knopfmacher ein Papier, worauf
die Knöpfe von verschiedenen Mustern befestigt sind,
unter welchen man sich eines nach Belieben "wählen
kann. Den gewählten Muster-Knopf hat der Knopf
macher beständig zum Leitfaden bei der Arbeit vor
Augen.