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uͤber den Zweyten Band, dieses Zweyten Theils.
Fuͤnftes Vapitel.
Vom Baue der Daͤmme (Jettses) von Faschinenwerk, und den hoͤlzer⸗
nen Castellen, die zur Beschuͤtzung derselben diineen.
— wie den Daͤmmen an den Einfahrten der Haͤven, und dem aus den
— abbfuͤhrenden Schleußen stroͤhmenden Wasser, die gehoͤrige Lage und Rich—
tung gegeben wrd. — ⸗ ⸗Artikel 713
Das aͤußerste Ende desjenigen Dammes , wider welchen die Fluth von innen anstroͤh⸗
met, muß weiter ins Meer gefuͤhret werden, als das andere Ende, damit das
Einlaufen in den Chénal erleichtert werde. eee7174
Andere Ursachen, warum ein Damm laͤnger als der andere gemachet wird. 715
Wenn ein Chénal eben denselben Strich haͤlt, nach welchem die Fluth ankoͤmmt, und
die im Haven liegenden Schiffe viel von ihr auszustehen haben koͤnnten: alsdann
muͤssen die Daͤmme ein wenig krumm angeleget werden, damit sie die Heftigkeit
des Wasserstromes mildern. ⸗ 716
Grundsatz, wie weit von einander die Daͤmme eines Chénal, sowohl am innern als
aͤußern Ende, abstehen muͤsen. ⸗ 77127
8 L.42
Vrster Abschnitt.
Von den Daͤmmen von Faschinenwerk.
Den Chénal des Havens zu Duͤnkirchen auszutiefen, fuͤhrte man allda, vor allen
Dingen, im Jahr 1679. Daͤmme von Faschinenwerk auf: und diese erleich⸗
derten den Bau derer, welche man hernach, vermittelst mit Steinen angefuͤllter
Kaͤsten von Zimmerwerk anlegete. — ⸗ ⸗Artikel 718
Die Dd der Daͤmme muß unten, ohne die Rißberme, dreymal so viel als ihre Hoͤhe
betragen. F ⸗ 7109
Weil die Hoͤhe der Daͤmme immer zunehmen muß, je weiter sie in Meer hinaus ge⸗
fuͤhret werden; so muß solches, beym Abstecken derselben, in Acht genommen
werden, damit ihre Grundflaͤche nach Werortin ebenfalls dicker werde. 720
Ausfuührlicher Unterricht zu Auffuͤhrung der Daͤmme von Faschinenwerk, und was da⸗
bey wohl in Acht zu nehmen ist. ⸗ ⸗ 77721
Damit nicht die Gewalt des Meeres die aus Faschinen bestehenden Werke zerruͤtte, so
muͤssen sie aͤußerlich mit einem Rostwerke bekleidet, und selbiges mit Steinen
ausgefuͤllet werden. ⸗ ⸗ ⸗ ⸗2772
Der Fuß dieser Daͤmme muß wider das Ausschwemmen des Meeres und wider den
Waͤsserstrohm aus den Schleußen, mit sehr fleißig gearbeiteten Rißbermen verse⸗
hen werden. ⸗ ⸗ .72323
Laͤngst an den Raͤndern des Chénal, am Fuß der Daͤmme, werden Pfaͤhle vorge⸗
setzet, damit die Schiffe nicht anstoßen; auch damit man auf selbigen Pfaͤhlen
(langst hin) einen Steg anlegen koͤnne, damit die Fahrzeuge von Maͤnnern
nach dem Haven gezogen werden koͤnnen. Umstaͤndliche Beschreibung dieses
Steges. ⸗ ⸗ 2 ⸗ 724
Zweyter RMbschnitt.—
Vom Bau der hoͤlzernen Castelle, die man im Meere anleget, um den
Eingang eines Havens zu defendiren, und wider das
VBombardiren zu sichern.
— der beyden Castelle, Fort Vert und Bonne-Espérance, welche am
Vorder⸗Ende der Daͤmme des Chenal zu Duͤnkirchen lagen. Artikel 725
Wie der Erdboden auf weichem ein hoͤlzernes Castell gebauet werden soll, zurecht zu
machen ist. Welche Dimensionen man den Grundpfaͤhlen geben muß. ⸗726
Man muß die Reihen der Grundpfaͤhle nach einer solchen Richtung stellen, daß der
Zug; wie die Fluth ankoͤmmt, ihnen so wenig als moͤglich anhaben kann. 727
Den Fuß der Grundpfaͤhle wider das Ausspuͤhlen zu verwahren, muß man sie mit
Leistenstuͤcken verbinden, wie auch mit Ankerhoͤlzern, (Baͤndern,) welche auf das
* K2 Faschinen⸗