Full text: Der Hexenhammer

  
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des Glaubens den Dämonen selbst Götzenverehrung dar- 
zubringen haben, so haben sie auch in dem Verkehr mit 
ihnen die scheußlichste Gemeinschaft, nach der Art der 
Weiber, die immer an Eitlem sich erfreuen. — Man sehe 
ferner S. Thomas, Sent. II, 4, 4, bei der Lösung eines 
Arguments, wo er fragt, ob die auf diese Weise von solchen 
Dämonen Gezeugten stärkere Kraft besäßen, als die an- 
deren Menschen, und antwortet, dies sei mit ja zu beant- 
worten, nicht nur nach dem Texte der Schrift, Genesis 
VI, „Diese wurden Gewaltige in der Welt etc.‘‘, sondern 
auch aus dem Grunde, weil die Dämonen die Kraft des 
überkommenen Samens wissen können; erstens aus der 
Beschaffenheit dessen, von welchem derselbe über- 
kommen ist; zweitens (kennen sie besser als andere) das 
Weib, das zur Aufnahme jenes Samens (besonders) ge- 
eignet ist; drittens (kennen sie) die Konstellation, die bei 
körperlichen Handlungen mitwirkt; und viertens, können 
wir noch nach ihren eigenen Worten hinzufügen, kennen 
sie auch die für die ihm entsprechenden Betätigungen 
beste Komplexion des Gezeugten. Wenn alles dies so 
zusammen kommt, wird geschlossen, daß solche also Ge- 
zeugten stark und gewaltig am Leibe sind. 
Also zur Sache: wenn gefragt wird, ob die Hexen aus 
solchen Unflátereien entstanden seien, so sagen wir: 
Ihren Ursprung haben sie schlechterdings aus der pest- 
bringenden Gemeinschaft genommen, wie sich aus der 
ersten Anmerkung ergeben hat; vermehrt aber haben sie 
sich nicht durch jene Unflätereien, was niemand nach der 
zweiten Anmerkung leugnen kann, da die Dämonen nicht 
der Lust, sondern des Verderbens halber derlei tun. Es 
wird also folgende Ordnung herrschen: Ein Succubus 
überkommt von einem schändlichen Manne Samen; ist 
jener eigens diesem Mann zugeordnet, und will sich nicht 
bei der Hexe zum Incubus machen, so wird jenen Samen
	        
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