38 11. Abschnitt, 2 Kapitel,
8. Das Riegelholz muß wenigstens 6 und 7 Zoll
halten; besser ist es aber, wenn es zu 7 und 8 Zoll
genommen wird.
* Ich sehe zum Voraus, daß manche Forstmaͤnner diese
angegebene Holzstaͤrke, besonders des Saͤulen- und
Schwellenholzes, als eine Holzverschwendung ansehen
werden: allein ich behaupte, daß sie es nicht sey,
sondern daß vielmehr Holzersparung, wenn nicht fuͤr
uns, doch gewis fuͤr unsere Nachkommen, daraus
entsiehen werde. Ich kenne hoͤlzerne Gebaͤude, zu
welchen 10 und 11 Zoll starkes Saͤulenholz genommen
ist; die schon uͤber zweihundert Jahre gestanden ha⸗
ben, und sicher noch eben so lange stehen, wenn sie
nicht durch eine Feuersbrunst vernichtet werden: mir
sind aber auch Gebaͤude bekannt, bei denen die ge⸗—
priesene Holzersparung in allen Theilen beobachtet ist,
und die von gzoͤlligem Saͤulenholz erbauet sind, die allem
Anschein nach, ihr Alter nicht viel hoͤher, als bis auf
hundert Jahre, bringen werden. Man nehme zwei
Gebaͤude von einerlei Groͤsse und Einrichtung an, und
setze: daß zu dem einen, wenn es aus starkem Holz
aufgefuͤhrt wird, doppelt so viel Eichenholz noͤthig
sey, als zu dem andern, wozu schwaͤcheres Holz ge⸗
nommen wird; daß aber die Dauer beider Gebaͤude
in dem Verhaͤltniß stehe, wie eins zu drei, wel—
ches man als sicher annehmen, und den Beweis an
wirklich vorhandenen Gebaͤuden sinden kann: so stehen
sich die Forsten, bei ersterer Bauart, doch wohl unleug⸗
bar besser, als bei letzterer.
8§. 74.
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Bei Berechnung dieses Gebaͤudes fuͤr 72 Stuͤck
Vieh, 8. 72, die in vier Reihen, nach der Lange des
Gebaͤudes, gestellt werden, koͤmmt es noch auf die
Frage an: ob das Vieh nur einen, oder zwei Ein⸗
gaͤnge in den Stall, erhalten solle? Fuͤr diesen, nicht
betraͤchtlichen Viehstapel, will ich einen geraͤumigen
Eingang in der Mitte der langen Seite annehmen;
und
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