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Merkblatt.
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Nr. 32 : Stilkunde,
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II, Griechisch :
4s Auflage,
"” Edle Einfalt und stille Grösse,"
Die Bevölkerung am Aegäischen Meere ist vonjeher-im höchsten_Maße
kunstbegabt., Schon die Vorstufen der eigentlichen griechischen Kunst
beweisen das, So bildet sich hier eine Kunst von einer solchen Höhe
aus, dass sie bis zumheutigen Tage Weltbedeutung hat, Es treten drei
acharf umrissene Hauptformen der griechischen Kunst auf, die dorische.,
die jonische und die korinthische, Formen von grundsätzlicher Ver-
achiedenheit, drei Formen, die allmählich gesamtgriechische Erschei-
nungen werden, Benannt sind diese drei Stile nach ihrem bezeichnend-
sten unterscheidenden Merkmal, nämlich der Säulenform,
Saukunat,
Dürchgeistigung des Baues und seiner Einzelteile, namentlich der
Säulen. Harmonische Gliederung des Bauwerks: Scheidung von Kraft und
Last, gute Verhältnisse der Bauteile zueinander, Ohne Gewölbe und Bo-
zen, daher die senkrechte und wagerechte Linie ausschliesslich herr-
schend. Der Steinbau beruht auf Holzbau, dessen ursprüngliche Kon-
struktionsformen nun beim Steinbau grossenteils zu reinornamentalen
formen werden.
Jer Tempel ist ein längliches Rechteck, umfassend die Tempel-
zelle (Nao'!s, Cella ) und eine Vorhalle an der einen Schmalseite, als
Jjaus nur für die Gottheit, nicht für das Volk gedacht, daher nur als
Aussenbau ausgestaltet; später weiter entwickelt, schliesslich rings-
amgeben von einem Umgang, dessen Aussenseite durch eine Säulenreihe
gebildet wird, Dieser Umgang wird als Flügel (Ptron) aufgefasst und
zibt einem solchen Tempel den Namen " Peripteros " (rings umflügelt)
Das Dach ist ein Sattelüach mit schwacher Steigung 3 die beiden
flachen Giebel sind an der Spitze und den beiden Ecken mit zierenden
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