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Rationalisierung
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Erziehung und der inneren Entwicklung der Per- (@) ware, Die deutsche Fertigware, Jg. 1935, H. 2. —
sönlichkeit, die nicht der Wirtschaft eigen- 7Vershofen, Verbraucherforschung in qualita-
tümlich ist, an der sie aber gerade besonders! tiver Hinsicht, in: Beiträge zur deutschen Stati-
ergiebig mitwirken kann. Sie kann in vielen stik, Festgabe für Franz Zizek, Lpz. 1936, S. 217.
engen Berührungen mit dem Verbraucher dası — Hippel, Gesetzlicher Schutz der Qualitäts-
Ihre dazutun, daß der Mensch Nutzen und Scha-/| ware, Deutsche Handelswarte, Jg. 1936, H. 14. —
den erkennen lernt, die der Ge- und Verbrauch Mensel, Absatz von Qualitätserzeugnissen durch
von Gütern stiften kann. Die Erhaltung der Konsumfinanzierung, Deutsche Handelswarte, Jg.
Kräfte des Volks zum Leben in Familie, Berufs- 1936, H. 23. — Deuß, Zukunftsaussichten der
arbeit, Staatsdienst und in persönlichen Entwick-/ Schneidwarenausfuhr, Die Klinge, Mai 1937,
lungen ist ein nationalwirtschaftlicher Wert. Die S.195. — von Nauck, Vom Laien lernen, Die
einzelnen Wertmaßstäbe kann die Wirtschaft frei- Klinge, Mai 1937, S. 198. — Tiburtius, Die
lich nur den anderen sozialen Disziplinen, der Aufgabe des Handels in der Gütesicherung, Die
Technik, der Hygiene, der Ethik und Ästhetik Klinge, August 1937.
entnehmen. Der Unternehmer, der seine Aufgabe
erfüllen will, muß in diesen Lebensbereichen zu
Hause sein und kann nicht nur abstrakte Kapital-
verwertung betreiben. Über die wirtschaf{it-
lichen Qu. verschiedener Stoffe und Fertig-
waren lernen die Verbraucher durch die im Schau-
fenster sichtbare Preisauszeichnung nachdenken;
dazu gehört aber stets auch das Urteil über
den dem Preis entsprechenden. Gebrauchswert,
der meist schwerer zu erkennen ist. Die Erziehung
zur Beurteilung dieses Wertes wurde im kulturel-
len Bereich durch das System des technisch-
künstlerischen Bildungswesens wirksam in An-
oriff genommen, das in England Henry Code in
der Zeit von 1852 bis 1862 schuf, als er in allen
Schichten der Bevölkerung den Besuch von
Museen, Bibliotheken, Kunstschulen und Vorträ-
gen volkstümlich machte. Volks-Hochschulen und
NS.-Kulturgemeinde-Arbeit in Deutschland su-
chen ähnliche Einflüsse auf. die geistigen und
ästhetischen Bedürfnisse der Menschen zu ge-
winnen, Den Sinn für hygienische und technische
Güte von Waren und für ihren rechten Gebrauch
im täglichen Leben kann die Schule durch ver-
ständlichen Elementar- und Fachunterricht wei-
ten, Arbeitsdienst und Frauenwerk können ihn
entwickeln helfen. Auch die Regeln des RAL. sind
nützliches Material dazu, das bereits Eingang in
Lehrbücher gefunden hat. Die Gesamtheit der-
artiger Einflüsse kann im Verbraucher die Urteils-
fähigkeit stärken helfen, an die das Warenangebot
der Wirtschaft anknüpfen kann.
Schrifttum: Gossen, Entwicklung der
Gesetze des menschlichen Verstehens und der dar-
aus fließenden Regeln für das menschliche Han-@)
deln, 1889. — v. Pechmann, Qualitätsarbeit,
Fit. 1924. — Lisowsk y, Qualität und Betrieb,
St. 1928. — Schäfer, Grundlagen der Markt-
beobachtung, Nürnberg 1928. — Schmaltz,
Operation Results of Shoe Chains in 1929, Har-
vard University, Bulletin 86, S. 34. — Grösch-
ler-Jungblut, Güteschutz und Gütekauf,
RKW.-Veröffentlichung Nr. 90, hrsg. v. RAL.
1933. — Peter, Grundprobleme der theoretischen
Nationalökonomie, Teil I, St. 1933. — Brose,
Götterdämmerung des Markenartikels, 1934, —
Bergler, Um die Zukunft der deutschen Absatz-
wirtschaft, 1936. — Schleußner-Wehren-
alp, Lebensiragen des Mittelbetriebes, Bln. 1937.
— Das Gütezeichen, Deutsche Werbung, Jg. 19834,
H.5. — Erhard. Markenartikel und Qualitäts-
Rationalisierung
Vgl. Arbeit; Aufwand; Organisation; Wirt-
schaftsplanung.
Gliederung: I. Überblick. — II. _R. des
Gesamtaufwandes, — II. R. der einzelnen Auf-
wandsarten. — IV. R. der Betriebsgröße. — V. R.
des Verhältnisses von Ertrag und Aufwand. —
VI. R. der Arbeitsgliederung und des Arbeits-
ablaufs.
R. bedeutet an sich nur vernunftgemäße
Gestaltung. Gegen vernünftige Gestaltung
von Betrieben (oder einzelnen Handlungen)
ist gewiß nichts einzuwenden. Aber das
Wort R. wird zuweilen als Schlagwort ge-
braucht und bedeutet dann Maßnahmen,
die im Augenblick für richtig gehalten wer-
den, also Mode geworden sind, z.B. weit-
gehende Ersetzung der menschlichen Lei-
stung durch das Produktionshilfsmittel Ka-
pital. Hier wird der Begriff R. natürlich im
ersten Sinne verstanden.
Vernunftgemäß ist ein Betrieb (Unter-
nehmen oder Haushalt) gestaltet, wenn sein
Zweck möglichst vollkommen bei möglichst
geringer Inanspruchnahme von Mitteln er-
reicht, wenn also ein möglichst großer Nut-
zen bei möglichst geringem Opfer erzielt
wird.
Das in Geld meßbare Opfer, das in einem
Betrieb während einer bestimmten Zeit ge-
bracht wird, wird Aufwand genannt. Ge-
wiß gibt es auch Opfer, die nicht in Geld
meßbar sind, ja diese Opfer sind die größ-
ten. Wenn nachfolgend nur behandelt wird,
wie die in Geld meßbaren Opfer möglichst
niedrig zu halten sind, so ist selbstverständ-
lich, daß der Betriebswirt die nicht in Geld
meßbaren Opfer niemals außer acht lassen
darf. Demnach sind zunächst zu behandeln:
R. des Gesamtaufiwandes, R. der einzelnen
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