Das Unterrichtswesen der Stadt Hannover.
Hannover trägt den Ehrennamen „Stadt der Schulen‘. Diesen
Ruhmestitel sich zu wahren, hat die Stadtverwaltung stets recht
erhebliche Opfer gebracht.
Dafür entsprechen aber auch die Schulgebäude und deren
Einrichtungen, die Lehrkräfte und Lehrmittel selbst sehr hoch ge-
stellten Anforderungen.
An städtischen Schulen besass die Stadt Hannover Ostern
1905 69 Bürgerschulen, 2 Hülfsschulen, 2 Gymnasien, 1 Reform-
schule (gymnasiale und realgymnasiale Abteilung)*), 1 Realgym-
nasium, 2 Ober-Realschulen, 2 Realschulen, 3 höhere Töchterschulen,
3 Stadt- Töchterschulen, 1 Präparandenanstalt, 1 höhere Handels-
schule, 1 Handwerker- und Kunstgewerbeschule, eine Reihe ge-
werblicher Fortbildungsschulen und Meisterkurse. Ferner wird
die Errichtung von Mittelschulen geplant. Dieser grossen Zahl
städtischer Schulen steht nur eine staatliche Lehranstalt.
das Kaiser Wilhelm - Gymnasium, gegenüber #*),
Demzufolge sind die Schullasten, welche die Stadtkasse zu
tragen hat, sehr bedeutende. Sie betrugen nach dem Haushaltsplan
für das Rechnungsjahr 1905/06 (vom 1. April 1905 bis 30. März 1906)
2287 116,96 M.
Davon entfallen als Zuschüsse der Kämmereikasse an die
Volksschulen . 1566 927,96 M.,
Höheren Knabenschulen 420 796,98 M.,
Höheren Mädchenschulen 115 428,07 M.,
Turnanstalten . 70 912,90 M.,
Handwerker- und Kunstgewerbeschule /4 058,25 M.,
gewerblichen Fortbildungsschulen . 21 078,— M.,
Meisterkurse. . . . 11 250,—— M.,
Präparanden - Anstalt 2 6 664,80 M.,
Zusammen . . . 2287116,96 M.
*) Ostern 1906 tritt noch ein Reform - Realgymnasium hinzu, (S, 36,
“k) Voraussichtlich wird Ostern 1907 das Lyceum IT in eine Königliche
Anstalt umgewandelt werden.