Full text: Die Anwendung des Elektromagnetismus mit besonderer Berücksichtigung der Telegraphie

Erster Abschnitt. § 1. Eeibungselektricität. 
Eine Maschine von der angegebenen Grösse ladet eine Batterie von 36D 
Oberfläche in einer halben Minute. 
8. Die gebundene Elektricität. Berührt man den Conductor a b 
Fig. 6 leitend, z. B. mit dem Finger, bei a, während der mit negativer 
Elektricität geladene Körper c an seiner Stelle bleibt, so wird die nach 
diesem Punkt a getriebene negative Elektricität in den Erdboden abge 
leitet, während die bei b von dem Körper c an gezogene positive Elek 
tricität festgehalten wird, also nicht abgeleitet werden kann. Man sagt 
in diesem Falle die positive Elektricität (-f-E') des Körpers ab sei durch 
die negative (—E) von c gebunden. Entfernt man nun nach Auf 
heben des leitenden Fingers auch den Körper c von aö, so wird die 
bisher auf demselben gebunden gewesene -\-E wieder frei und verbreitet 
sich über den ganzen Leiter ab, derselbe ist nun positiv elektrisch. 
9. Der Elektrophor. Wir haben vorn gesehen, dass eine mit Pelz 
geriebene Harzstange negativ elektrisch wird. Füllt man nun eine metal 
lene Form, Fig. 7, a mit einem sogenannten Harzkuchen und reibt den 
Fig. 7. 
selben mit Pelz, gewöhnlich durch Schlagen mit einem Fuchsschwanz, 
so wird die Oberfläche desselben negativ elektrisch. Legt man auf die 
sen Harzkuchen einen an einer Glasstange befestigten Metalldeckel 6, so 
bewirkt die negative, freie Elektricität des Harzkuchens elektrische Ver- 
theilung in dem Metalldeckel, indem die positive Elektricität an der unte 
ren Seite gebunden, die negative nach der oberen Seite hin abgestossen 
wird. Berührt man darauf den Metalldeckel mit dem Finger, so wird die 
negative Elektricität jenes Deckels abgeleitet, und derselbe hat, nach dem 
Aufheben an der gläsernen Handhabe, freie -}-ÜJ,, die bei Annäherung
	        
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