TEA an ine Ehen be Werk t ARENA 1 SER ji A Be a a
Otto Langen’fche Mafchine. 263
drehungen 90 per Minute) entnahm. Befchrieben findet fich diefe Mafchine
nebft den Ergebniffen einer Reihe officieller Bremsproben bereits im öfter-
reichifchen Bötichte über die Parifer Ausftellung, wobei fich der auch von mir
zu beftätigende Gasverbrauch von nahe ı Enbikineter per Stunde und Pferd
(Koften des Wien fl. o'I2) vorfindet.
Eine Mafchine von I oder von 2 Pferdeftärken koftet loco Wien
1200, 2.1050.
und wiegt 200 „ 1700 Kilogramm.
In Oe efterreich ftehen ungefähr 200 folcher Motoren,
5 wovon 150—160 in
Wien. In Berlin follen 300 im Gange fein.
W. Lehmann’s Hleiflsluft- Motor.
Von der Berlin-Anhaltifchen Mafchinenbau - Adtiengefellfchaft gebaut,
erfreut fich Lehmann’s Heifsluft-Mafchine einer ziemlichen V erbreitung. Das
Princip derfelben darf als wohl bekannt vorausgefetzt werden, nachdem a die
technifche Literatur der letzteren Jahre volle Aufmerkfamkeit fchenkte und unter
Anderen Profeffor G Schmid in Prag die Theorie diefer Mafchine fammt den
Ergebniffen einer Reihe von Brems- und Heizproben veröffentlichte. Letzteres
gefchah auch vom Ingenieur W. Eckerth und hier mag nur Folgendes angeführt
werden:
Die Mafchine befteht aus einem langen liegenden, vorne offenen und rück-
wärts geheizten Cylinder, welcher innen einen faseannten Verdränger und gegen
die offene Aufsenfeite zu den Arbeitskolben enthält.
Der Cylinder befteht aus drei Theilen, was zum Zwecke der leichteren
Anfertigung des für das Kühlwaffer do ppelwandig gegoffenen vorderen Mantel-
theiles und der Auswechfelbarkeit des dauernd zur Rothgluth geheizten Boden-
ftückes nothwendig ift.
Der Arbeitskolben ift mit einem nach innen gerichteten Lederftulp
gedichtet, welcher das Entweichen gefpannter Luft nach aufsen verhindert. jedoch
Bas Einftrömen atmofphärifcher Luft ermöglicht, falls der innere Druck unter
den äufseren finkt.
Der Verdränger befteht aus en N Blechkolben, deffen Länge
ungefähr fünfmal fo grofs als fein Durchmeffer ift. Letzterer ift aber kleiner als
nn Bohrung des Cylinders und der ch Blechftreifen und eine Tragrolle
rahrte Abfaı ad von Verdränger und Wand ift derart paffend gewählt, dafs der
FE rmige Zwifchenraum erols genug ift, um einest Bei die Luft von der Hinter-
zur Vorderfeite des Verdrängers ohne bedeutenden Widerftand ftrömen zu laffen,
aber andererfeits doch enge genug bleibt, um dabei deren fchnelle Abkühlung
durch das Kühlwaffer in der Doppelwand des Aufsencylinders zuzulaffen.
Der Arbeitskolben wirkt durch zwei Kolbenftangen und ein vorgelegtes
lebelwerk auf die Kurbel der quer über den Cylinder gelagerten Schwungrad-
Velle und von diefer geht eine Gegenkurbel aus, welche Engefä ihr unter 65 Grad
gegen die Hauptkurbel wirkend den Verdränger bewegt. Die Stange für den
Antrieb des Verdrängers geht dabei durch eine Stopfbüchfe im Arbeitskolben,
der aus diefem Grunde zwei (fymmetrifch feitliche) Stangen erhielt.
Der Verdränger dient nun einem doppelten Zweck. Erftens bewahrt er
den Kolben oder vielinehr deffen Dichtungsring vor der Berührung mit der
erhitzten Luft, und zweitens fchafft er die im Innern des Apparates enthaltene
Luft abwehfelnd zum glühenden Heizboden oder zum gekühlten Vordertheil des
Cylinders, wodurc ı die nur im Innern fteigt oder finkt. An beiden Enden
des Verdrängers re des ringförmigen Ab flandes halber, welcher zwifchen
feinen und den Cylinderwänden befteht, andauernd der (nahezu) gleiche Druck.
Aber während die denfelben tragende Luft auf der geheizten Seite dünn und
erhitzt auftritt, wirkt fie vorne in dichter und abgekühlter Form.
7
I
\
u
“|
|
}
er N
Hi